Experten beantworten Fragen zu Pflegegesetz

Das seit dem 1. Januar geltende Pflegestärkungsgesetz sieht verbesserte Leistungen in der häuslichen Pflege vor, die nun passgenauer eingesetzt und miteinander kombiniert werden können.

„Im Prinzip ist das gut“, so Andreas Meiwes, Direktor der Caritas im Ruhrbistum. „Die Leistungen sind aber so kompliziert, dass selbst Pflegepraktiker nicht mehr so recht durchblicken.“ Aus diesem Grund bietet die Caritas im Ruhrbistum eine Telefonhotline für zu Pflegende und Angehörige an.

Fachreferenten beantworten Fragen

Die Fachreferenten des Verbandes beantworten am heutigen Donnerstag, 5. Februar, zwischen 9 und 14 Uhr die Fragen der Ratsuchenden. Sie informieren über die neuen Möglichkeiten in der ambulanten Pflege und wo Betroffene konkret Unterstützung bekommen:. Die Expertin Marion Louven, ist über die Rufnummer 0201/81028 137, zu erreichen, ihr Kollege und Frank Krursel, über die Rufnummer 0201/81028 121.

Neu ist, dass das Pflegestärkungsgesetz jetzt die Leistungen für die Kurzzeit-, die Verhinderungs-, die Tages- und die Nachtpflege flexibler regelt. So können bis zu 40 Prozent der ambulanten Pflegesachleistungen künftig für die Unterstützung im Haushalt oder für die Organisation zusätzlicher Hilfestellungen umgewandelt werden. Betroffene haben somit die Möglichkeit, selbst zu entscheiden, in welcher Form sie sich im Alltag unterstützen lassen wollen.

Zuschüsse wurden erhöht

Dazu wurden durch das neue Gesetz einzelne Leistungen erhöht. Umbaumaßnahmen wurden bislang mit lediglich 2557 Euro finanziert, nun sind es 4000 Euro. Für die Gründung einer Wohngemeinschaft für Pflegebedürftige können die Zuschüsse nun auf bis zu 16 000 Euro pro Umbaumaßnahme addiert werden.