Experte im Emscher-Umbau stellt Erfahrungen in Bogota vor

Eberhard Holtmeier arbeitet seit Mitte der 1990er Jahre bei der Emschergenossenschaft. Der Bau- und Wirtschaftsingenieur ist Leiter der Abteilung Revision, zuvor war er unter anderem als Betriebsleiter für die Großkläranlage in Bottrop zuständig.

Ökologische Umgestaltung

Der 49-Jährige spricht Spanisch und präsentierte den Emscher-Umbau im kolumbianischen Bogota nun vor Vertretern des Umweltministeriums und der lokalen Medien. Nach einem Urteil des dortigen Verwaltungsgerichts muss der Staat den bislang wie die Emscher als Schmutzwasserlauf missbrauchten Rio Bogota vom Abwasser befreien und ökologisch umgestalten. Ein Projekt, das wie der Emscher-Umbau etwa 30 Jahre in Anspruch nehmen wird.

Holtmeier stellte die frühen Planungen an der Emscher vor, ging auf den Bau von vier neuen, dezentralen Großkläranlagen ebenso ein wie auf das Herzstück des Emscher-Umbaus, den großen Abwasserkanal, der zurzeit in bis zu 40 Metern Tiefe zwischen Dortmund und Oberhausen entsteht. „Holtmeiers Erfahrungsbericht wurde mit besonderem Interesse aufgenommen – zumal es nicht gewöhnlich ist, dass sich ein solches Mammutvorhaben auch 23 Jahre nach seinem Start immer noch im einst vorgegebenen Kosten- und Zeitrahmen bewegt“, heißt es bei der Emschergenossenschaft.

Schönes Kompliment

Der Umstand, dass man in Südamerika von den hiesigen Erfahrungen profitieren möchte, „fassen wir bei der Emschergenossenschaft nicht ohne Stolz als schönes Kompliment auf“.

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