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Exklusiver Blick auf den Centro-Ausbau

31.08.2012 | 14:16 Uhr
Exklusiver Blick auf den Centro-Ausbau
WAZ-Leser hatten die Möglichkeit, exklusiv einen Blick in den Erweiterungsbau des Centro Oberhausen zu werfen. Foto: Hayrettin Özcan / WAZ FotoPoolFoto: Hayrettin Özcan

Bottrop / Oberhausen. „Das soll in vier Wochen schon fertig sein? Niemals!“ Die Damen und Herren, allesamt im fortgeschrittenen Alter, blicken staunend umher. Das Stückchen Centro, das sich bald einreihen soll als neue Gasse im Einkaufspalast, präsentiert sich noch als Riesenbaustelle. Mit Schmutz und Staub, Kabeln, Holzlatten und unzähligen Leitern. Dazwischen wuseln Männer in Arbeitskleidung, bohren, hämmern, streichen und montieren.

„Am 27. September um 8 Uhr schmeißen wir hier alle raus“, sagt Marcus Remark, Event- und Freizeitmanager im Centro. Er nimmt die Skepsis der künftigen Kundschaft locker. In den letzten Tagen werde hier Tag und Nacht gearbeitet, der Eröffnungstermin sei nicht in Gefahr. Und auch, als sich einige überrascht darüber zeigen, dass die Bodenfliesen bereits verlegt und völlig ungeschützt inmitten des Baudrecks sind, bleibt er entspannt: „Die halten das aus.“

Die Stimmung ist gut, beim Centro-Team ebenso wie bei den Gästen. Die einen sind froh, wenn die Bauphase endlich überstanden ist, die anderen können kaum abwarten, die Geschäfte zu stürmen. Adidas, Gant, G-Star, Wormland, True Religion, Guess, Diesel, Hilfiger siedeln sich im Erdgeschoss an. Im Obergeschoss sind es Ici Paris XL, Görtz, Loco, Jack Wolfskin, Thalia, Gerry Weber und Liebeskind.

Hannelore Vollmar aus Bottrop hat jedoch nur für einen Laden Augen, lünkert immer wieder durch die Glasscheibe hinein: Peek & Cloppenburg. „Ich freue mich schon darauf“, sagt die 61-Jährige. All die neuen modernen Jeans-Läden nützten ihr nicht viel: „Da pass’ ich ja nicht rein, in die engen Sachen.“

Fragen der Sicherheit

Während die Damen schon langsam in Shoppinglaune geraten, beantwortet Guido Geissler, technischer Leiter und selbst ernanntes „Mädchen für alles“, Fragen zu Brandschutz und Sicherheit. „Wir haben alles im Blick, was in anderen Städten passiert“, sagt Geissler, den verheerenden Brand am Flughafen Düsseldorf damals oder die aktuellen Probleme der Mercatorhalle in Duisburg.

Das Thema scheint für viele sehr wichtig zu sein. Die Köpfe werden in den Nacken gelegt, um die nagelneuen Brandmelder und Sprinklerdüsen zu begutachten, und es gibt mehrere besorgte Fragen einer Dame zur Tatsache, dass es in jedem Geschäft einen Brandschutzbeauftragten geben soll: „Und diese Verkäuferin hat dann auch auf dem Schirm, dass ich noch in der Kabine bin?“

Etwa 100 Millionen hat das Centro in die Erweiterung investiert, 17 000 Quadratmeter Verkaufsfläche gibt es dafür bald zusätzlich. Die WAZ-Leser zeigen sich ob solcher Zahlen beeindruckt.

Von Ruşen Tayfur

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