EU öffnet Pforten für Jugendliche

Foto: MATTHIAS GRABEN

„Schlag den Hein“, so begann zum Europatag für den Sozialwissenschafts-Leistungskurs des Vestischen Gymnasiums der Schultag. Denn Burkhard Hein war zu Besuch. Der ehemalige Schüler des Kirchhellener Gymnasiums ist heute hochrangiger Mitarbeiter der Europäischen Kommission. Gemeinsam mit Tochter Lisa (25) erläuterte er Werdegänge und Chancen in Europa.

Mit einem Quizduell Schüler gegen Hein löste er die Anspannung der Schülerinnen und Schüler schnell, setzte sogar einen Einsatz von 20 Euro für die Kurskasse. „Wenn Ihr es schafft, mich in verschiedenen Fragen zum Thema EU zu besiegen, habt Ihr den kleinen Zuschuss für die Kurskasse sicher.“ Jeder Schüler konnte im Gegenzug einen Euro setzen.

Wenig überraschend scheiterte der Leistungskurs an dem Wissen des EU-Experten Hein: Er gewann souverän. Später berichtete der 59- Jährige den Jugendlichen über die Europäische Kommission, deren Programme und verschiedene Arbeiten, darunter das Europaprogramm „Erasmus+“. Das Programm bietet für Millionen Europäerinnen und Europäer verschiedene Chancen: Sei es für ein Studium, Ausbildung, Sammeln von Arbeitserfahrungen oder Freiwilligentätigkeit. Auch im Ausland. Das Ziel von „Erasmus+“ ist, der jungen Bevölkerung die Arbeitswelt nahe zu bringen und Qualifikationslücken für Europa zu schließen.

Nach dem Vortrag rund um die EU von Burkhard Hein und Tochter Lisa waren die Schüler und Schülerinnen an der Reihe. Und die fragten munter los. „Was haben Sie in Ihrem Job gelernt ?“, „Was für Fälle bearbeiten Sie ?“

Fragen, die Burkhard Hein gerne beantwortete. Und wieder mündete die Runde in eine Quizfrage, diesmal zum Thema Tabaksteuer. „Warum ist in der Tabakpflanze eigentlich Nikotin?“.
Auf die Lösung der Frage setzte er zehn Euro. Und tatsächlich: Ein Schüler wusste die Antwort. Nachdem somit die Kurskasse doch etwas aufgefüllt wurde, berichtete Hein über die Sprachen, welche man bei der Europäischen Kommission beherrschen muss (Englisch, Französisch, Deutsch und Niederländisch), seinen Tagesablauf und seine Arbeitssituationen.
Vier Mal in der Woche fährt Burkhard Hein mit der Tram oder dem Auto rund 15 Kilometer zur Arbeit. Dienstags arbeitet er von Zuhause aus. Zum Schluss gab er den Schülerinnen und Schülern noch ein paar Tipps.

„Man muss negative Energie zu positiven Lösungen umwandeln.“ oder, ganz praktisch: „Nimm dir immer was zum Lesen mit“.

Oder, sehr selbstbewusst: „Warum hetzen, wenn die Anderen eh nicht ohne mich anfangen?“.