Es kommt Bewegung ins Hansa-Zentrum
14.04.2008 | 13:42 Uhr 2008-04-14T13:42:00+0200Einzelhandelsverband steht Veränderungen in der Innenstadt äußerst positiv gegenüber
Als überaus bedeutende Spange zwischen dem Kaufland-Projekt am Berliner Platz und den angestammten Händlern in der Innenstadt betrachtet der Bottroper Einzelhandelsverband das Hansa-Zentrum, wie es der Investor, die „3 C Realestate AG” aus Hamburg, verwirklichen möchte. Über 45 Millionen Euro will Realestate in die Revitalisierung (Bild) stecken, über deren Fortschritte nur wenig an die Öffentlichkeit drang. Nun kommt Bewegung in das Vorhaben.
Wie Willi Scharun, stv. Vorsitzender des Bottroper Verbands, gegenüber der WAZ sagte, hätten am vergangenen Freitag Gespräche zwischen den noch ansässigen Unternehmern im Hansa-Zentrum und dem Investor stattgefunden. „Ich bin jetzt zuversichtlich, dass ein Startschuss zum Umbau im Mai fallen kann”, sagte Scharun.
„Der Einzelhandel steht den gegenwärtigen Veränderungen in der Bottroper Innenstadt äußerst positiv gegenüber.” Karl Reckmann, langjähriger Vorsitzender des örtlichen Einzelhandelsverbands, räumt aber ein, dass diese Position nicht nur auf Zustimmung innerhalb seiner Organisation gestoßen sei. „Wir haben dafür auch einige Austritte hinnehmen müssen.”
Umso mehr bemüht sich der Verband, neue Mitglieder zu werben und stößt dazu verstärkt in die Stadtteile vor. „Es ist nicht leichter geworden, Unternehmen zu finden, die Geld für ihre Interessenvertretung ausgeben”, sagt Reckmann. Sein Gegenargument lautet: Durch seine Arbeit in den politischen Gremien könne der Einzelhandelsverband etwas für die Stadtteile tun.
Interessen gilt es für den EHV auch zu vertreten, wenn über die Zukunft des Markt-Standorts entschieden wird. Soll er in der Fußgängerzone um die Cyriakus-Kirche bleiben oder auf den Berliner Platz zurückkehren, wenn Kaufland steht und der Platz wie der ZOB neu gestaltet sind? Zwar herrscht auch in den Vorstandsreihen des Verbands noch keine Einstimmigkeit in dieser Frage, „aber wir sind uns einig, das es verschiedene Modelle geben könnte”, sagen der Vorsitzende Reckmann und sein Stellvertreter, Willi Scharun. So sei eine Aufteilung des Marktes nach Themen vorstellbar. Auch weil bei einer Umfrage unter den Markthändlern etwa die Hälfte bereit war, ihre Öffnungszeit zu verlängern, biete sich ein Ansatz zu einer Aufteilung. Noch vor der Sommerpause soll es ein weiteres Gespräch mit den Markthändlern geben.
Eines habe sich jedenfalls in der Zeit der Marktverlagerung gezeigt: „Der Einzelhandel hat davon profitiert. Anders wäre die Baustellen-Situation wohl auch kaum zu verkraften gewesen”, sagt Reckmann.
Er glaubt, dass Bottrop auch künftig eine „Nische im Konzert der Großen” besetzen werde. Dazu müsse die Innenstadt weiter gestärkt werden, sie müsse „eine City der kurzen Wege” sein. In dieses Konzept passe auch die Ansiedlung von Ärztehäusern. „Ein solches Haus bringt täglich rund 1000 Menschen in die Stadt - ein immenser Vorteil für den Einzelhandel.”
20:32
Das ist richtig.
Heinz Herbert Lummer
20:21
Natürlich ist eine Umgestaltung des Hansa-Zentrums mehr als hinfällig !
Allerdings wissen das bis dato nicht die Pächter. Im Mai soll es losgehen.
Wie soll es losgehen, ohne ordentliche Kündigung der Verträge - samt Abfindung - der noch im Hansa Zentrum verbliebenen Kaufleute ?
nun gut da hat die Stadt Bottrop - insbesondere die Stadträte -. wie üblich ohne die Rechnung der ansässigen Kaufleute gemacht. Es ist eine Reflextion in Sichtweite der Horster Straße, die nunmehr für über 14 Tage praktisch nicht befahrbar ist, so dass ansässige Händler nichts verdienen können ! Wer will schon durch eine Trümmerlandschaft laufen, um etwas zu kaufen. Wer bitte schön ?
Bottrop läuft mit diesem Stadtrat wirklich in Richtung eine wirtschaftlich und gesellschaftliche Katastrophe.