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Es knirscht und nadelt

06.01.2008 | 20:17 Uhr

Die kurze Karriere der Weihnachtsbäume endet im Schredder, nachdem BDKJ und BEST sie eingesammelt haben. Bis Ende März können sie mit dem Biomüll entsorgt werden

Die Weihnachtszeit ist vorbei, Lametta und Christkugeln verschwinden wieder für ein Jahr in den Kartons. Die eben noch herrlich geschmückten Nordmanntannen und Fichten dagegen verschwinden auf immer im Schredder. Am Wochenende sammelten die BEST und der BDKJ schon einen Teil der Weihnachtsbäume ein.

Der vierte Januar ist kein schöner Tag. Es regnet, und der Wind peitscht die Nässe den Sammlern direkt in die Augen. Seit neun Uhr morgens sind die Jugendlichen der Katholischen jungen Gemeinde (KJG) und der Pfadfinder gemeinsam mit den BEST-Mitarbeitern auf den Beinen und verladen die pieksenden Nadelbäume in die Wagen. Ein Uhr, Mittagspause für die Sammler. Im "Headquarter" (Jugendheim von Herz Jesu) stärken sie sich mit Suppe.

Es ist nur eine kurze Verschnaufpause. Die Arbeit muss weitergehen. Blitzschnell werden die Jugendlichen auf fünf Müllwagen aufgeteilt. Ein Fahrer und ein weiterer Mann der BEST sind mit an Bord. Wagen Nummer zwei hat ein Mädchen mit dabei. Schritt für Schritt bewegt sich der orangefarbene Wagen voran. Der BEST-Mitarbeiter und seine junge Kollegin eilen von links nach rechts und wuchten die Bäume in den Wagen. Es knirscht und nadelt, als die kraftvolle Presse des Müllwagens die Bäume zerhäckselt und in ihren Schlund zieht. Dieses Geräusch werden die beiden noch unzählige Male an diesem Tag hören.

Zum zweiten Mal findet das gemeinsame Tannenbaumeinsammeln der katholischen Jugendlichen mit der BEST statt. Und auch dieses Mal, so der BDKJ-Stadtvorsitzende Sven Storb, werden sie ihr vereinbartes Ziel erreichen: Alle Bäume - knapp 36 Tonnen - einzusammeln und somit ihr Entgelt von rund 10 000 Euro zu erhalten. Sven Storb ist auch der Koordinator für die Verteilung seiner 40 Schützlinge auf die Wagen. Per Handy organisiert er den Arbeitseinsatz. Unterstützt werden sie von 10 Mitarbeitern der BEST.

Der frühe Termin in diesem Jahr, noch vor dem Hl. Drei-Königstag, hat im Vorfeld für Aufregung gesorgt. Dirk Schramm von der BEST beruhigt alle, die ihren Baum noch stehen lassen wollen. "Bis fast Ende März werden wir die Tannenbäume noch weiter zusammen mit dem Biomüll abholen." Aber die Sammler bitten darum, den Tannenbaum so gut es geht zu zerkleinern.

Von Jörn Heyenrath

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Kommentare
07.01.2008
13:40
Es knirscht und nadelt
von vonderorter | #1

Hut ab vor dem Engagement und dem Einsatz der BDKJ. So viel Einsatz in der Betriebsplanung hätte man von der BEST doch auch im Vorfeld erwarten können. Aber nein, jetzt wird noch schnell hinterhergeschoben: die Bäume können ja auch später mit dem Biomüll entsorgt werden. Lachhaft das ganze Theater. Nicht das jetzt noch jemand auf den Gedanken kommt, den Lohn der BDKJ um die Nichtabgeholten Weihnachtsbäume herunterzurechnen. Ach ja, ich hätte gerne meinen Baum zurück, den kann ich ja jetzt noch mal aufbauen ;-)

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