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„Es ist nie zu spät, das Gewicht zu reduzieren“

15.03.2016 | 09:00 Uhr
„Es ist nie zu spät, das Gewicht zu reduzieren“
Foto: Michael Korte

Bottrop.   Immer mehr Menschen sind übergewichtig oder gar adipös. Doch mit dem zunehmenden Gewicht steigt auch das Krankheitsrisiko. Chefarzt Dr. Friedrich Schorr rät daher zu ausgewogener Ernährung.

Wie ernähre ich mich richtig? Diese Frage stellen sich leider viel zu wenige Menschen. Falsche Ernährungsgewohnheiten und fehlendes Problembewusstsein lassen allzu häufig zu Fast Food, Fertiggerichten und kalorienreichen Süßigkeiten zwischendurch greifen. „Resultat ist, dass immer mehr Menschen übergewichtig oder gar adipös sind“, stellt Dr. Friedrich Schorr, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin/Gastroenterologie im Marienhospital, fest und schätzt die Zahl der übergewichtigen Menschen im Stadtgebiet auf etwa 40 000 bis 50 000. Etwa 20 Prozent davon sind adipös. „Und die Tendenz ist leider steigend“, so Dr. Schorr.

Das übermäßige Gewicht allein ist dabei nicht das einzige Problem: „Tatsache ist, dass mit dem Übergewicht das Krankheitsrisiko stark zunimmt“, erklärt der Mediziner. So erhöhe sich beispielsweise das Risiko von Diabetes Typ II, Fettleber, Koronarer Herzkrankheit, Bluthochdruck, Durchblutungsstörungen in Beinen und Kopf bis hin zum erhöhten Schlaganfallrisiko sowie verschiedene Krebserkrankungen.

Basis zur Ermittlung des idealen Körpergewichtes ist die Berechnung des Bodymaß-Indexes (BMI) - also Körpergewicht durch Körpergröße . Ein Wert von 20 bis 25 gilt als Normalgewicht, 25 bis 30 bedeutet Übergewicht und Werte über 30 Adipositas. „Bei einem Wert über 30 nehmen die Krankheitsrisiken stark zu“, erläutert Schorr. Und leider nehme die Zahl der adipösen Menschen immer mehr zu. „Mit zunehmendem Lebensalter leiden immer mehr Menschen unter Übergewicht und Adipositas, aber auch viele Kinder sind inzwischen betroffen.“ Hintergrund sei die zu kalorienreiche Ernährung sowie mangelnde Bewegung.

„Aber es ist nie zu spät, das Gewicht zu reduzieren“, stellt Dr. Schorr fest und nennt ein Beispiel: „Alle Diabetiker sind übergewichtig. Aber selbst, wenn die Krankheit schon da ist, verbessert sich der Diabetes erheblich durch die Reduktion des Gewichts.“ Doch so weit sollte man es gar nicht kommen lassen, rät der Mediziner. Natürlich sei es nicht einfach, das Gewicht zu reduzieren. Wichtig sei aber, sich zunächst das Problem bewusst zu machen und den Zusammenhang von Ernährung, Übergewicht und Krankheiten zu erkennen und sich bewusstes Essen und gesunde Lebensführung zum Ziel zu machen. „Das ist eine ganz individuelle Geschichte, jeder muss da seinen Weg finden“, so Schorr. Die Programme der Krankenkassen könnten da helfen., kurzfristige Diäten seien dagegen nicht hilfreich. „Wichtig ist eine Ernährungsumstellung“, so der Mediziner und empfiehlt eine ausgewogene Mischkost mit viel Gemüse und Obst. „Fleisch und Wurst enthalten viele gesättigte Fettsäuren und sollten nur zwei- bis dreimal wöchentlich auf dem Speiseplan stehen. Dafür öfter mal Fisch essen. Süßgetränke sollten durch Tee, Wasser oder Schorlen ersetzt werden“, gibt der Mediziner einige Ernährungstipps. „Und: Alkohol hat viele Kalorien und sollte daher nur selten und in kleinen Mengen konsumiert werden.“

Zudem sollte Bewegung die gesunde Ernährung ergänzen. „Täglich 30 Minuten sind notwendig, um das Gewicht zumindest zu halten“, so Schorr. „Also öfter mal die Treppe benutzen und täglich einen Spaziergang einplanen.“

Andrea Kleemann

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2016-03-15 09:00
Bottrop