Erzieherinnen „zaubern“ noch Feste für die Entlasskinder

Das Streikkomittee zog Bilanz nach dem vierwöchigen Streik im Sozial- und Erziehungsdienst.
Das Streikkomittee zog Bilanz nach dem vierwöchigen Streik im Sozial- und Erziehungsdienst.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Entlasskinder sollen in den Kitas trotz der vier Streikwochen noch schöne Abschiedsfeiern bekommen. Das Streikkomitee tagte am Donnerstag.

Bottrop..  Vier Wochen lang haben sie gestreikt, die Erzieherinnen und Sozialarbeiter. Seit Montag sind sie wieder an ihren Arbeitsplätzen. Nach der Arbeit haben sie sich am Donnerstag getroffen, um weitere Aktionen für die nächsten Tage zu planen und weiter über ihre Forderungen zu informieren.

Die meisten Eltern hätten Verständnis gehabt für den Streik, auch wenn es sie hart getroffen hätte, berichteten die Erzieherinnen am Donnerstag. Sie würden ja auch in den Einrichtungen erleben, welch wichtige Bildungsarbeit die Erzieherinnen leisten. Manche Eltern seien allerdings auch erschreckend uninformiert gewesen und hätten beispielsweise geglaubt, die Erzieherinnen würden auch während des Streiks von den Städten bezahlt. Unbekannt war den meisten Eltern auch, dass die Erzieherinnen während ihrer vierjährigen Ausbildung nur im vierten Praxisjahr Geld verdienen.

Wichtig sei vielen Eltern gewesen, dass die Entlasskinder jetzt kurz vor ihrem Abschied aus der Kita mit schönen Feiern noch auf ihre Kosten kommen. „Erzieherinnen sind Zauberkünstler“, versprach eine von ihnen, dass man vieles möglich mache.

Zauberkünstlerinnen sind womöglich auch bei der Schlichtung gefragt. Bis zum 22. Juni müssen die Verhandlungspartner ein Ergebnis vorlegen, das dann am 25. Juni in der Tarifkommission beraten werden soll. Die entscheidet, ob man sich einigt und der Streik endgültig beigelegt wird, oder ob es zu einer erneuten Urabstimmung und einem erneuten Streik kommt.

Am Samstag wollen die Bottroperinnen an einer Großkundgebung in Köln teilnehmen, nächste Woche planen sie kleinere Aktionen in der Stadt.