Erzieherinnen: Linke steht hinter Verdi

Die Linke will die Lage der Beschäftigten in den Sozial- und Erziehungsdiensten zum Thema im Rat der Stadt machen. Anlass sind die aktuellen Tarifauseinandersetzungen.

Daher hat die Ratsfraktion der Linken den Oberbürgermeister jetzt nach detaillierten Zahlen zur Situation der städtischen Beschäftigten gefragt. Sie möchte den Anteil der Teilzeitbeschäftigten und den durchschnittliche Verdienst erfahren. Zudem will die Fraktion vom OB wissen, ob er die Forderung der Gewerkschaft Verdi nach einer deutlichen Aufwertung der Jobs unterstützte und dafür auch gegenüber den anderen Kommunen im Arbeitgeberverband eintrete.

„Aus unserer Sicht ist die aktuelle Verweigerungshaltung der kommunalen Arbeitgeber bei den Tarifverhandlungen völlig indiskutabel“, betont Linke-Ratsherr Niels Holger Schmidt. Landesweit arbeiteten viele Erzieherinnen - oft unfreiwillig - in Teilzeit. Deshalb hätten sie am Ende kleine Gehälter und müssten häufig Zweitjobs annehmen. Daher fragt die Fraktion die Verwaltung, ob ihr Erkenntnisse darüber vorliegen, wie viele Teilzeitbeschäftigte ein weiteres Beschäftigungsverhältnis haben. Schließlich möchte Die Linke wissen, welche finanziellen Vorkehrungen die Stadt getroffen habe, um eine bessere Eingruppierung der Beschäftigten zu finanzieren, falls diese in den Verhandlungen vereinbart wird.