Erste Gemeinschaftsschule frühestens 2012
07.07.2011 | 19:12 Uhr 2011-07-07T19:12:00+0200
Bottrop. SPD informierte auf einer Podiumsdiskussion über die Rahmenbedingungen. Elternbefragung bildet Grundlage für mögliche Standorte
Als einen „ersten Aufschlag“ in Sachen Bottroper Gemeinschaftsschule bezeichnete MdL Cornelia Ruhkemper eine SPD-Podiumsdiskussion am gestrigen Donnerstagabend im Saalbau.
Unter dem Motto „Die Gemeinschaftsschule - Gleiche Chancen für alle - und wohnortnah“ erörterten Ulrich Thünken, ehemaliger Referatsleiter im Ministerium für Schule, Jugend und Kinder in Nordrhein-Westfalen, und Sören Link, bildungspolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, die möglichen Vorteile einer Gemeinschaftsschule.
Argumente, die für einen solchen Schultyp sprächen, wären demnach der demografische Wandel und auch die „wenig wünschenswerten Konsequenzen einer frühzeitigen Auslese nach der vierten Klasse“. Die Gemeinschaftsschulen könnten flexibel den regionalen Bedürfnissen der Kommune angepasst werden, „worin sie sich von den Gesamtschulen unterscheiden“, so Thünken.
Im kommenden Schuljahr, also ab dem 1. August 2011, werden in NRW insgesamt zwölf solcher Schulen als Modellversuche eingerichtet. Noch in der nächsten Woche, so Sören Linke, will die SPD dem Landtag einen Gesetzesentwurf vorlegen, der diesen Gemeinschaftsschulen einen legislativen Rahmen bietet.
Eine Bottroper Gemeinschaftsschule könnte frühestens ab dem 1. August 2012 eingerichtet werden, erklärte Ruhkemper. Die Frage nach einem möglichen Standort, käme jedoch noch viel zu früh, da in jedem Fall zunächst eine Elternbefragung stattfinden werde, die den tatsächlichen Willen der Betroffenen erfrage. Thünken erklärte, dass er auf den ersten Blick keinen für eine Gemeinschaftsschule prädestinierten Stadtteil in Bottrop erkennen könne.
14:29
warum sollen sich lernwillige, intelligente Schüler, mit Bildungsverweigerern in eine Klasse setzen und somit ihre eigene Bildung aufs Spiel setzen. Die Selektion nach Interesse an Bildung und nach Fähigkeiten ist unerläßlich. Es leiden nur diejenigen, die lernen wollen, der Rest, abgesehen von gesundheitlichen Einschränkungen, ist für sein Leben allein verantwortlich. Verantwortungsvolle Eltern schicken ihr Kind in eine angemessene Schule. Leider können sich das manche nicht leisten, da angemessene Schulen nicht immer in der Nähe sind. Warum sollen Kinder unter der Faulheit und den mangelnden Kenntnissen(auch Sprachkenntnisse) leiden, wenn sie in ein und dem selben Jahr viel mehr erreichen könnten. Ich finde dieses System nicht gut. Schlechte Schüler werden überfordert und verlieren die Lust, weil sie keine Erfolge sehen. Gute Schüler verlieren die Lust weil es ihnen langweilig wird. Außerdem sind gerade schlechte Schüler auch die Störer in den Klassen. Ich würde mein Kind nicht darunter leiden lassen.