Entscheidungsträger im Dialog
03.08.2009 | 18:06 Uhr 2009-08-03T18:06:00+0200Bottrop. Wirtschaft und Politik sollen sich zum lockeren Austausch treffen. Erster Termin ist der 9. September.
Wenn Wirtschaft bei Politik verstanden wird, dann ist das gut für das gemeinsame Ziel des Schaffens und Erhaltens von Arbeitsplätzen, sagt Jörg Mikolajewski. Und so ist es natürlich gut, dass miteinander gesprochen wird. Noch besser, wenn das in entspannter Atmosphäre passiert, nicht so überfrachtet mit Vorträgen und Theorie.
Und so gehört der Unternehmensberater mit zu dem Team, das den „Bottroper Unternehmerabend” ins Leben rufen will. Der soll eine Plattform sein, bei der sich Entscheidungsträger aus Wirtschaft und Politik zum Dialog treffen. Eine halbe Stunde Vortrag, dann soll's bei wanderndem Bufett in lockerere Gesprächsrunde weiter gehen.
Vom Gast steht nur die Funktion fest
Der erste Termin ist ausgeguckt, es ist der 9. September, der erste Referent auch, es ist der Oberbürgermeister. Welcher - das wird sich erst mit der Kommunalwahl zehn Tage vorher klären. Klar ist deshalb nur, dass es wohl einer der ersten Termine des neuen Stadtoberhauptes sein wird.
In Bottrop ist wenig in der Art von Unternehmertreffs organisiert, sagt Irfan Durdu, ein weiterer Mitorganisator des Abends. In anderen Städte gibt es solche Veranstaltungsformen schon langjährig, in Bottrop kennt man sich teils untereinander, „aber trotzdem weiß man nicht, wer ist denn hier eigentlich unterwegs?”
Das soll sich nun ändern mit den alle zwei Monate im Overbeckshof tagenden Unternehmerrunden.
Konkurrenz zu bestehenden Treffen wie denen des Wirtschaftsrats der CDU, zu IHK- und Einzelhandelsrunden? In keiner Weise, sagen die Veranstalter, die das Treffen vor allem auch breit, auf keine bestimmten Wirtschaftszweig hin angelegt wissen wollen. Branchenübergreifend hat man so etwa 220 UnternehmerInnen auf der Einladungsliste - mit mehr stieße man im Overbeckshof an räumliche Grenzen.
Kurze Kommunikationswege
Wert legen die Initiatoren, zu denen auch Peter Dannowski, der Leiter des Kreisverbandes der mittelständischen Wirschaft gehört, auch auf die rein Bottroper (natürlich mit Kirchhellen!) Ausrichtung der Unternehmerabende. Kurze Wege zum Treffen - kurze Kommunikationswege untereinander: das ist den Veranstaltern wichtig.
Gibt's ein dringliches Problem, das dem Oberbürgermeister gleich mit auf den Weg gegeben werden müsste? Kopfschütteln. Das wird sich sicher finden (lassen).
20:06
#11 Stadt Bottrop
Sie wollen wirtschaftspolitisch hervorragende Persönlichkeiten an einen Tisch bekommen? Und dann ist die derzeitige Bottroper Politriege eingeladen? Die, die Bottrop in den wirtschaftlichen Ruin geführt haben mit ihren hervorragenden wirtschaftlichen Kenntnissen? Die, die zwar jedes Jahr horrende Summen für Verbandsbeiträge auf den Tisch des Herrn blättern, aber noch nicht einmal die Informationsbroschüren gelesen haben können?
Bis heute beeinhaltet eine Verwaltungsausbildung weder kaufmännische Aspekte, noch wird wirtschaftliches Denken gefördert. Das Ergebnis hiervon wird den Bottropern nun immer mehr bewußt.
Und wenn ich mir die Liste der Kandidaten für den Rat ansehe und dort Namen von Leuten sehe, von denen ich definitiv weiß, dass es sich um Analphabeten oder Leute handelt, die in ihrem Leben durch ihre Arbeitskraft so gut wir gar nicht zum Bruttosozialprodukt beigetragen habe, weiß ich um die Qualität der wirtschaftspolitisch hervorragenden Persönlichkeiten.
Mehr als ein leichtes Schmunzeln entlockt mir Ihre Aussage nicht.
19:44
Lieber Herr Soppe,
ich freue mich, dass Sie Ihren Kommentar noch einmal reingesetzt haben, wobei abzuwarten bleibt, ob er nicht wieder gelöscht wird. Gründe hierfür kann es jedoch nicht geben.
Sie haben vollkommen recht, dass es in unserer Stadt genug Bürger gibt, die ausreichend Sachverstand haben, an einer solchen Diskussionsrunde teilzunehmen.
Politiker, die allenfalls eine Verwaltungsausbildung, evt. sogar gar keine adäquate Ausbildung haben, sollen also mehr Kompetenz besitzen, als jemand, der ein abgeschlossenes Studium und auch Praxiserfahrung hat. Soll uns das jetzt beruhigen, damit wir Bürger keine unbequemen Fragen mehr stellen, oder will man uns darauf einschwören, dass wir künftig das Denken besser anderen überlassen? Dann können wir uns ja gleich einen Ring durch die Nase ziehen, und wie blödes Vieh irgendwo anketten lassen.
Vielleicht wollen die Herrschaften aber auch unter sich bleiben, weil so dem kundigen Bürger nicht auffällt, wieviele Nieten in Nadelstreifen sich das in einem Raum am kalten Buffet eine heiße Schlacht liefern!
19:24
Unfassbar!
Mir geht es doch gar nicht darum, dass ich daran teilnehmen darf!!!
Doch, wie oben schon einige Beispiele vorhanden sind, geht es um Menschen, die um einiges mehr, als ich für bzw. im Sinne unserer Stadt Bottrop beitragen können.
Ich will beim besten Willen nicht mein Licht unter dem Scheffel stellen, aber mir geht es hier um engagierte Bürger(innen), die ihr Wissen zum Wohle der Bevölkerung zur Verfügung stellen wollen.
Diese Unterstellung ist daher völlig schädlich und bringt der Gesamtsituation nichts !!
Mit
restloser Enttäuschung!!!
Stefan Soppe
www.soppe-stefan.de
19:09
Schön, dass Herr Soppes Kommentar nicht schon wieder gelöscht wurde!
Lieber Herr Soppe!
Wir wollen wirtschaftspolitisch hervorragende Persönlichkeiten an einen Tisch bekommen. Sie scheinen nicht zu verstehen, dass Sie nicht dazu gehören.
Herr OB Peter Noetzel hat ganz klar darauf aufmerksam gemacht, dass sich nur Fachpersonal aus der Wirtschaft und der Politik zu melden haben.
Ihr Wissen, Ihre Kenntnis in allen Ehren, aber das reicht nicht, um im Kompetenzteam Bottrop zu sein.
Stadt Bottrop (i.V.)
18:24
Auf vielfachem Wunsche setze ich hiermit den Artikel, den voll und ganz den Nutzungsbedingungen der WAZ entspricht wieder ein. Es handelt sich um den eigentlich 1. Kommentar !
Stefan Soppe
www.soppe-stefan.de
Wirtschaft und Politik wollen sich zusammen setzen!
Noch vor einem halben Jahr rief Oberbürgermeister Peter Noetzel(SPD) in der WAZ auf, dass sich auch fachkundige Bürger(innen) am obigen Treffen mitbeteiligen können und sollen.
Leider wurde auch dieses Versprechen nicht eingehalten. Fachkundige Bürger(innen) waren auf einmal nicht mehr gefragt! Warum, weshalb und wieso das so ist, kann man nur erahnen. Schließlich könnten fachkundige Bürger(innen) u.U. sehr brisante Informationen erhalten, die nicht nur die Politik, sondern auch einige Unternehmer in starke Erklärungsnot gebracht hätte.
Schade, aber leider scheint die Wirtschaft und Politik naiver Weise davon auszugehen, dass es in der Bevölkerung keine fachkundigen Personen gibt!
Stefan Soppe
www.soppe-stefan.de
16:20
Ich würde gerne den Kommentar von Soppe lesen. Der soll wieder eingefügt werden!
20:13
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12:05
Was Recht ist, sollte in einer Demokratie auch Recht bleiben.
Es ist wieder einmal so, dass die SPD in Bottrop angegriffen wird und ein auf Wahrheit beruhender Kommentar – auch wenn er von Herrn Soppe geschrieben wurde – von der Moderation entfernt wurde.
Allen Bürgerinnen und Bürgern wurde ein solches Angebot schon einmal gemacht. Die dann alle von dieser Veranstaltung ausgeschlossen wurden.
SPD Wahlslogan „gesagt – gehalten, wir machen bürgernahe Politik“, die, nach dem sie hinter verschlossenen Türen beschlossen wurde, den Menschen in dieser Stadt als ihr Wille präsentiert wird. Immer dann, wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist, wird nach Bürgerbeteiligung gerufen.
Was will uns die SPD mit dem Wahlslogan 2009 – „Bottrop gewinnt“ – sagen?
Noch mehr Schulden, noch weniger Gewebesteuereinnahmen, noch höhere Steuern und Abgaben für die Bevölkerung?
Hier bleibt nur zu sagen:“ Wenn Lügen kurze Beine macht, dann kann die gesamte SPD Klicke stehend vom Bordstein essen.
Es bleibt für die Menschen in unserer Stadt und für unsere Stadt nur zu hoffen, dass es durch die Wahlen im August zu einer wirklich bürgerfreundlichen Stadtführung kommt.
11:42
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11:28
Gehört zwar nicht zum Thema, aber ich bin auch der Meinung, dass das zwei oder drei Plakate zuviel sind. Nirgendwo kann man sich mehr hinbewegen, ohne in dieses riesige Konterfei von Tischler zu blicken. Für mich grenzt das schon fast an Körperverletzung, da ich jedesmal einen leichten Würgereiz empfinde, bei mir läuft es dann auch, aber ganz woanders.