Endspurt für das Heimathaus

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Der Verein für Orts- und Heimatkunde steht kurz vor der Erfüllung eines seit Jahrzehnten gehegten Wunsches nach einem Heimathaus als Erinnerungs- und Begegnungsstätte. Gemeinsam mit der Kolpingsfamilie und dem Bürgerverein Hof Jünger habe man seit 2013 „einen riesigen Schritt nach vorn gemacht“, sagte der Vereinsvorsitzende Peter Pawliczek bei der Jahreshauptversammlung am Mittwochabend im Brauhaus am Ring. Damit im Endspurt nicht die Luft ausgeht, mahnten Pawliczek und Hermann Reinbold, der Vorsitzende des Bürgervereins, noch einmal zu verstärkten Anstrengungen.

Allein im vergangenen Jahr hat der Verein mehr als 11 000 Euro in das Heimathaus gesteckt, rechnete Schatzmeister Hermann Aster vor. Und da Fertigstellung und Einrichtung auch mit den erhofften Mitteln der NRW-Stiftung noch ein Kraftakt werden, kündigte Pawliczek an, 2016 werde der Verein seine 680 Mitglieder bitten, einer Beitragserhöhung von 12 auf 15 Euro im Jahr zuzustimmen. Reinbold stimmte den Heimatverein ein auf weitere „dringend anstehende Planungsschritte, die Sie nicht vor sich her schieben sollten“ wie die Lampenauswahl: Übernächste Woche beginnen Auszubildende des Versorgers ELE mit den Elektroarbeiten, der Heizungseinbau läuft bereits. Danach müsse ein Konzept für die Ausstellungsgestaltung her.

Das allerdings hat der Vize-Vorsitzende Ferdi Schmitz schon parat: „Das Konzept-Raster ist schon fertig.“ Seit Jahren schon plant er, was der Verein wie im neuen Heimathaus zeigen will: Es soll ein Ort der wechselnden Ausstellungen sein, den alle drei Vereine bespielen sollen. Schmitz: „Hier sollen Gegenstände, Materialien und Schriften aus der Geschichte der Öffentlichkeit präsentiert werden. Gleichzeitig soll das Heimathaus Kindern als außerschulischer Lernraum dienen.“

Reinbold lud die Mitglieder des Heimatvereins ein, sich am Sonntag, 19. April, ab 12 Uhr ein Bild von den Baufortschritten im Heimathaus zu machen. Eine weitere Gelegenheit dafür bietet sich am Sonntag, 17. Mai: Ab 17 Uhr lädt der Heimatverein an diesem Tag Neubürger zum Grillen ein.

Pawliczek erwähnte weitere Höhepunkte des Kirchhellener Kalenders wie den 20. Geburtstag des Waldpädagogischen Zentrums am 31. Mai, den Kirchhellen-Tag (30. August) und das Runkelfest Hardinghausen (5. September). Er erinnerte an die Verstorbenen, mahnte, sich um die Kranken wie zum Beispiel Hubert Hemmer zu kümmern und entschuldigte unter großem Beifall zwei Mitglieder: Simon Josten und Jan Marien kämpfen sich gerade durch die Abiturprüfungen.