Emscher-Bohrer arbeiten sich durch Botttroper Süden

Die Tunnelbohrmaschine in der Röhre Süd: Beim Tübbing-Verfahren entstehn die Kanalringe aus sechs Elementen und werden vor Ort zusammengefügt.
Die Tunnelbohrmaschine in der Röhre Süd: Beim Tübbing-Verfahren entstehn die Kanalringe aus sechs Elementen und werden vor Ort zusammengefügt.
Foto: Rupert Oberhäuser
Was wir bereits wissen
Der unterirdische Vortrieb des Abwasserkanals Emscher im Bottroper Süden schreitet zügig und problemlos voran: Auf der Doppelrohrstrecke liegt der Bau des südlichen Kanalstrangs bereits bei rund 350 Metern, die nördliche Trasse derzeit bei rund 288 Metern.

Bottrop..  Die Emschergenossenschaft hatte den Startschuss für den aktuell westlichsten Bauabschnitt des „Emscherschnellweges unter Tage“ am 22. September gegeben. Auf der nunmehr 350 Meter langen Südtrasse wurden bislang 225 Kanalringe, jeweils bestehend aus sechs Bausteinen, verlegt.

Der Nordstrang verfügt momentan auf 288 Metern über 174 Kanalringe, ebenfalls bestehend aus sechs Elementen. Anders als beim Rohrvortrieb, bei dem ganze Kanalrohre durch die Erde gepresst werden (so war das ausführende Unternehmen zwischen der Welheimer Mark und dem Bottroper Süden vorgegangen), werden beim aktuell angewandten so genannten Tübbingbau die sechs einzelnen Kanalbausteine zunächst in den Tunnel transportiert. Dort montiert sie eine Spezialmaschine zu einem ganzen Kanalring zusammen.

Auf der gesamten Länge ab dem Dortmunder Nordosten hat der Abwasserkanal Emscher bislang bereits eine Länge von rund 37 Kilometern erreicht. Der auch als „Emscherschnellweg unter Tage“ bekannte Sammler soll bis Ende 2017 fertig gestellt werden und danach das Gewässer Emscher als abwassertechnische Hauptschlagader des Reviers ablösen. Der Fluss kann dann renaturiert werden. Damit geht die Zeit der offenen Abwasserführung (Köttelbecken) zu Ende.