Einkaufmeile will zurück ins Rampenlicht

Alteingesessene und viele neue Geschäfte machen die Fußgängerzone an der Gladbeckerstraße attraktiv. Foto: Birgit Schweizer
Alteingesessene und viele neue Geschäfte machen die Fußgängerzone an der Gladbeckerstraße attraktiv. Foto: Birgit Schweizer
Foto: WAZ FotoPool

Bottrop..  Hier kommt wieder richtig Leben rein. In der Fußgängerzone an der Gladbecker Straße zeigt ein Kreis von Kaufleuten und Gastronomen Flagge. Mit Festen und kleinen Aktionen werben Kneipiers und Ladeninhaber für die Einkaufsstraße zwischen der Kirchhellener Straße und dem Kreuzkamp.

Ein Bauernmarkt etwa soll dort als nächstes den Michaelismarkt bereichern, der die City Ende September einmal mehr ins Mittelalter versetzen wird. Mit ihrem Markt wollen die Geschäftleute auch dafür sorgen, dass die kleine Fußgängerzone bei den großen Stadt-Festen nicht länger links liegen bleibt.

Eine Reihe neuer Geschäfte

„Unsere Einkaufsmeile hat richtig Charme. Hier gibt es sehr viele kleine nette Geschäfte“, sagt Tanja Wischermann-Becker. „Das ist total nett hier“, meint die Fotografin. Eine ganze Reihe neuer Geschäfte, Dienstleister und Restaurants hat sich in letzter Zeit auf der Gladbecker Straße angesiedelt.

Dennoch fühlten sich die Ladeninhaber in der Einkaufsmeile bei den Festen in der Innenstadt zuletzt regelrecht ausgesperrt. „Alles, was die Stadt da plante, hörte ja an der Eisdiele San Remo auf“, bedauert Tanja Wischermann-Becker. Die Geschäfte in der Gladbecker Straße blieben somit außen vor. Mit Baken sei die Einkaufsstraße dort sogar abgeriegelt worden, so dass Kunden nicht mehr auf direktem Weg zu den Geschäften gelangen konnten.

„Bei vielen in Vergessenheit geraten“

Daher setzten die Kaufleute und Kneipiers auf der Gladbecker Straße mit einem Straßenfest in Eigenregie während des Stadtfestes „Bottrop-Live“ ein Zeichen. „Das Straßenfest sollte nur ein Auftakt für viele weitere Gemeinschaftsaktionen sein“, kündigt Tanja Wischermann-Becker an. „Wir möchten gemeinsam auf unsere wunderschöne Einkaufsmeile aufmerksam machen, da sie in den letzten Jahren bei vielen in Vergessenheit geraten ist“, sagte die Sprecherin der Interessengemeinschaft.

Ein Kreis von acht bis zehn Geschäftsleuten trifft sich daher mittlerweile regelmäßig an jedem ersten Mittwoch eines Monats im Stadtcafe, um Aktivitäten und Aktionen vorzubereiten. „Das ist kein eingetragener Verein oder so etwas, aber es gibt schon einen festen Kreis, der bei unseren Treffen immer dabei ist“, erklärt Tanja Wischermann-Becker.

Nicht länger im Schatten liegen

Die Gesellschaft für Stadtmarketing nimmt an diesen Besprechungen ebenso teil wie die Wirtschaftsförderer der Stadt. „Wir begrüßen die Aktivitäten in der Gladbecker Straße sehr, und wir stehen sehr häufig in Kontakt“, sagt Projektmanagerin Dana Brüning. Die Gesellschaft für Stadtmarketing stehe den Kaufleuten mit Rat und Tat zur Seite. „Wir versuchen, bei unseren Veranstaltungen die Gladbecker Straße miteinzubeziehen“, versichert die Projektmanagerin.

Die Ladeninhaber an der Gladbecker Straße orientieren sich mit ihren Aktivitäten ohnehin an den Veranstaltungen der Stadtmarketing-Gesellschaft. Der erfolgreiche Auftakt beim Stadt-Fest macht ihnen Mut. „Die Resonanz war unglaublich gut“, betont die Foto-Gräfin. Auch beim Weihnachtsmarkt am Rathaus und auf der Kirchhellener Straße soll die Meile an der Gladbecker Straße daher nicht länger im Schatten liegen.

Tombola-Erlös geht an den Kinderschutzbund

Eine Spende von 1100 Euro überreichten Geschäftsleute aus der Gladbecker Straße an den Kinderschutzbund. Das Geld kam beim Losverkauf für die Tombola während des Straßenfestes auf der Gladbecker Straße Anfang Juni zusammen.

Gewinner können ihre Preise noch bis zum Ende der Ferien im First Reisebüro, Gladbecker Straße 9, abholen.