Eine Zäsur in der Jugendarbeit

Verabschiedet der Jugendhilfeausschuss am Dienstag das hier vorgestellte Konzept – und davon können wir wohl ausgehen –, dann ist das eine große Zäsur in der offenen Kinder- und Jugendarbeit in Bottrop. Doch das Konzept wirkt schlüssig. Die Idee der Netzwerker, die in ihren Bereichen offenen Ganztag, Schulen, offene Einrichtungen und Vereinsaktivitäten koordinieren, hat was. Das könnte eine Chance sein, Jugendliche dort zu erreichen, wo sie sich aufhalten. Erfolg oder Misserfolg der gesamten Neuaufstellung sind maßgeblich abhängig von der Person und dem Auftreten der Netzwerker.

Ja, es bleiben Einrichtungen auf der Strecke, die nicht mehr automatisch gefördert werden. Zuletzt war teilweise nicht ersichtlich, nach welchen Kriterien die Förderung eigentlich gewährt worden war. Dass ihnen die Projektförderung offen steht, ist richtig. Der Blick auf die Karte zeigt, dass die Verteilung der Einrichtungen über das Stadtgebiet nach wie vor gut ist. Kein Stadtteil, der vorher von einer Einrichtung profitierte, steht nun ohne da. Auch das ist ein gutes Zeichen.

Dass in die Beratungen die Träger eingebunden waren, ist gut. Denn auch dort war – im vertraulichen Gespräch – bei manchen Verantwortlichen die Einsicht da, dass es so nicht weitergehen konnte.