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Ostergebäck

Eine süße Lamm-Herde zieht in die Backstube ein

27.03.2016 | 17:04 Uhr
Eine süße Lamm-Herde zieht in die Backstube ein
Eine ganze Herde leckerer Osterlämmer.Foto: Winfried Labus / FUNKE Foto Services

Bottrop.   Zur Osterzeit entstehen saisonal passende Waren. Ein Klassiker ist das weiß gepuderte Osterlamm. Zu Besuch in der Bäckerei Kessels.

An der Wand über der Arbeitsfläche aus Edelstahl hängt der Konditorei-Backzettel. Handschriftlich ist hinzugefügt: Mini-Käfer, Ostereier, Lämmer. Eine Herde weiß gepuderter Lämmer harrt in der Backstube von Heinz Kessels der Weiterverarbeitung. „Zu Ostern machen wir eine Woche fast täglich Osterlämmer“, erzählt Konditormeister Clemens Matschke.

Auf einer Digitalwaage stehen gleich fünf glänzende Lamm-Backformen auf dem Kopf. Mit einem Spritzbeutel füllt Clemens Matschke den Sandmasse-Teig in die Formen, je 400 Gramm. Später, nachdem sie fertig gebackene Marienkäfer aus Sandmasse zum Abkühlen aus ihren Backformen geholt hat, schnappt sich Backstubenhilfe Renate Filipek das Gestell und schiebt es in den obersten Schlitz des riesigen Ofens. Den auf 30 Minuten gestellten Timer heftet sie neben den Schlitz.

Hier in der hellen Backstube ist eben alles ein bisschen größer. So wie die bald mannshohen Küchenmaschinen, in denen Teig angerührt werden kann. Oder die stattliche Ausrollmaschine, die statt dem Rollholz zum Einsatz kommt. Insgesamt arbeiten zwölf Leute bei Kessels. „Darunter sind sechs Lehrlinge“, berichtet Chef Heinz Kessels nicht ohne Stolz.

Hier werden die Lamm-Formen mit dem Teig gefüllt. Foto: Winfried Labus / FUNKE Foto Services

Und die Backstube ist auch gut sortiert, was Dekor-Elemente angeht. Neben Azubi Irina Buschujew stehen weiße Schachteln auf der Arbeitsfläche, darin laut Aufschrift: Deco-Eier, bunt; Mini-Blüten, Kleine Entchen. Die werden jetzt gebraucht, denn die bereits erwähnte Lamm-Herde ist bereit, verziert zu werden. „Andere verpacken die Osterlämmer so in Cellophan. Wir garnieren sie ein bisschen aus“, sagt Matschke. Er taucht kleine Platten aus Mürbeteig in flüssige Schokolade und setzt sie auf ein Blech. Neben ihm drückt Irina Buschujew den Dekor-Schriftzug „Frohe Ostern“, Küken und Blumen in die noch weiche Schokolade. Und der Meister setzt das Lamm auf diesen Grund.

Dank der Zugabe von ordentlich Butter bleibe das Osterlamm eine Weile saftig – vor allem, wenn es mit Schokolade überzogen sei. „Man kann eine Woche dran essen“, sagt Matschke. „Aber wenn man einmal damit angefangen hat – dann ist es meist schnell weg.“

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2016-03-27 17:04
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