Eine Klasse mehr für Bottroper Sekundarschule

In den Schulpavillons an der Gregorstraße nimmt die Sekundarschule den Unterricht auf.
In den Schulpavillons an der Gregorstraße nimmt die Sekundarschule den Unterricht auf.
Foto: Winfried Labus / WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Bezirksregierung und Stadt verhandeln über Ausnahmeregelung im Gründungsjahr, damit möglichst doch kein Kind abgewiesen werden muss.

Bottrop..  Die Bezirksregierung in Münster und die Stadtverwaltung arbeiten mit Nachdruck daran, dass an der neuen Sekundarschule in Kirchhellen zum kommenden Schuljahr 2015/16 möglichst doch keines der 118 angemeldeten Schulkinder abgewiesen werden muss. „Man denkt über eine Überhangklasse nach“, sagte Ulla Lütkehermölle, Sprecherin der Bezirksregierung Münster, zur WAZ. „Einmalig für das nächste Schuljahr“.

Anstatt mit den ursprünglich geplanten drei Klassen soll die Sekundarschule also wegen der unerwartet hohen Anmeldezahl ausnahmsweise mit vier Klassen den Unterricht aufnehmen. „Wir arbeiten an einer solchen Lösung“, bestätigt Karl Trimborn, der städtische Fachbereichsleiter für Schule und Jugend. Über Einzelheiten verliert er jedoch kein Wort, und auch Konrektor Stefan Völlmert, der mit dem Aufbau der Sekundarschule aufbeauftragt ist, vertröstet die Eltern, die Fragen zur Aufnahme ihrer Kinder haben, auf die kommende Woche, ist zu hören.

Wie die WAZ berichtete, sollten von den 118 angemeldeten Kindern zunächst nur 40 Kinder aus Kirchhellen, 20 aus Bottrop und 15 aus Gladbeck an der Sekundarschule aufgenommen werden. Insgesamt 43 Kinder sollte die Schule abweisen, und zwar fünf aus Kirchhellen, sowie 20 aus Alt-Bottrop und 15 aus Gladbeck. Dieser Plan stieß auf heftigen Widerspruch unter allen Parteien im Bottroper Stadtrat. „Selbstverständlich wollen auch wir die Elternwünsche erfüllen“, unterstrich Schulressortleiter Trimborn.

SPD und CDU hoben vor allem darauf ab, dass die Sekundarschule ja vorrangig für Kinder aus Kirchhellen und Bottrop und weniger für Schüler aus Gladbeck gedacht war. Auch die DKP wunderte sich über die zuerst vorgesehene Abweisung von Bottroper Kindern. Schließlich sei es Bedingung für die Gründung der Sekundarschule gewesen, dass daran mindesten 75 Kinder aus Bottrop angemeldet werden. 81 Kinder aus der Stadt sind es jetzt: 45 Kirchhellener und 36 Bottroper.

Schule darf Bottroper Kinder nicht bevorzugt aufnehmen

Hinzu kommen 37 Schüler aus Gladbeck, die die neue Schule in Kirchhellen gern besuchen möchten. Die Sekundarschule muss auch sie annehmen und darf formal Kirchhellener und Bottroper Schüler nicht im Aufnahmeverfahren bevorzugen. Das sei nicht gestattet, so lange es in Gladbeck noch keine eigene Sekundarschule gibt, ist in der Bezirksregierung Münster zu hören.

Kommt es zu der Sekundarschule mit vier Klassen, dann werden diese auch größer. In jeder Klasse sollen dann bis zu 29 Kinder unterrichtet werden. Zunächst waren kleinere Klassen mit 25 Schülern geplant, da an der Schule auch sechs Kinder mit Förderbedarf aufgenommen werden. Um aber vier kleinere Klassen zu bilden, sind dies nicht genug.