Einbürgerungsfeier als Zeichen für Vielfalt

„Welcome, namaste, benvenuti... herzlich willkommen!“. In einem bunten Mix aus fast 20 Sprachen begrüßt die „Regenbogenklasse“ der Cyriakusschule alle 2014 neu eingebürgerten Bottroper. In ihrem Intensivkurs Deutsch haben die Kinder ein Willkommenslied einstudiert, das sie auf der Einbürgerungsfeier im Kammerkonzertsaal mit viel Herz vortragen. Viele von ihnen sind selbst erst vor Kurzem nach Bottrop gekommen und zeigen jetzt voller Stolz, wie schnell sie die deutsche Sprache gelernt haben – ohne dabei die eigenen Wurzeln zu vergessen. Denn: „Dass jede Blume anders ist, macht erst die Wiese schön“, wie schon die Kinder wissen.

Integration

Jetzt stehen auch die neu eingebürgerten Bottroper - eine Vielzahl davon Kinder - vor der Aufgabe, sich einzuleben, die Sprache zu lernen und Kontakte zu knüpfen. Leila Atris, die mit zwei Jahren aus dem Libanon nach Deutschland geflohen ist, feiert heute die Einbürgerung ihrer Kinder. Sie selbst lebt schon seit 1986 in der Bundesrepublik, ist in Gladbeck aufgewachsen und zur Schule gegangen. Jetzt sind auch ihre drei Kinder offiziell Bottroper Staatsbürger.

Oberbürgermeister Bernd Tischler freut sich, die neuen Bürger willkommen zu heißen: „Wir wollen, dass sich alle Menschen in Deutschland unabhängig von ihrer Abstammung oder Religion willkommen fühlen, dass sie sich integrieren und heimisch fühlen können“, betont er.

Integration sei ein wichtiges Thema, das die Zuwanderer dazu aufrufe, die deutsche Sprache zu lernen, die hiesigen Werte und Gesetze zu respektieren und sich der neuen Heimat verpflichtet zu fühlen, ohne dabei die eigene kulturelle oder religiöse Identität aufzugeben. „Integration“, so Bernd Tischler, „ist ein wechselseitiger Prozess, der auch die Einheimischen dazu aufruft, sich für fremde Kulturen zu öffnen, sie aufzunehmen und von ihnen zu lernen“.