Ein Zentner Kartoffeln unter der Erde

Foto: Michael Korte

Der normale Kleingärtner hält Zweidrittel Nutzfläche in seiner Parzelle, „aber bei mir sind es 90 Prozent“, sagt Gerhard Wesseling-Kutta. Egal ob Stachel-, Johannis- und Brombeeren oder Blumenkohl, Gurken und Tomaten: Der Rentner könnte ganze Regale füllen, unter seinem Kartoffelbeet wächst etwa ein Zentner Kartoffeln heran.

Auch Wesseling-Kutta hat schon vor einigen Wochen in seinem Garten „Gas gegeben“ – aber nicht, um das warme Wetter in Ruhe genießen zu können, sondern „weil man dem Dünger ja ein wenig Zeit lassen sollte“, wie der Fachmann weiß. „Den Acker muss man vier Wochen liegen lassen.“ Die Füße still hält der Gladbecker nicht gerne. „Ganz ruhig sitzen kann ich nicht“, gibt er zu. „Vielleicht mal eine Viertelstunde Pause, dann ist wieder Krosen angesagt“.

Den heutigen sommerhaften Tag erwartet Wesseling-Kutta deswegen nicht gerade mit Freude. „Das ist schon zu warm, da schwitzt man sich ja zu Tode“, sagt er. „20 bis 22 Grad ist das perfekte Gartenwetter“.

Von der Arbeit abhalten werden ihn die starken Sonnenstrahlen trotzdem nicht. „Es gibt immer noch genug zu tun“: Die Blumen spritzen, den Rasen vertikutieren, das Dach in einem seiner Treibhäuschen decken. „Das hat mir der Sturm abgeworfen.“ Und wenn auch das Dach wieder zu ist, Gerhard Wesseling-Kutta wird sicher die nächste Aufgabe finden.