Ein Wunsch heißt: mehr Personal

Erfahrung mit gemeinsamem Lernen hat die Janusz-Korczak-Gesamtschule auch schon gemacht, bevor der Rechtsanspruch auf Inklusion zum Schuljahr 2014/15 wirksam wurde. Wurde etwa früher im Verlauf des 5., 6. Schuljahres bei einem Schüler ein Förderbedarf festgestellt, bestand die Möglichkeit, im Klassenverband zu verbleiben statt an eine Förderschule zu wechseln, so Schulleiter Detlef Grzebellus.

Ganz neu für die Schule sind Kinder mit dem Förderbedarf „Lernen“. Sie werden zieldifferent unterrichtet, bekommen etwa andere Klassenarbeiten gestellt, während die Jungen und Mädchen mit dem Schwerpunkt „Emotionale und soziale Entwicklung“ die gleichen Abschlüsse anstreben wie die Regelschüler. Ziel des gemeinsamen Unterrichts kann die Aufhebung des Förderbedarfs sein. Für körperbehinderte Kinder ist die Gesamtschule baulich (noch) nicht ausgestattet.

Aktuell lernen in den drei Klassen der Jahrgangsstufe 5 (je 27 bis 29 Schüler) insgesamt neun Kinder mit Förderbedarf; eventuell wird im weiteren Verlauf auch noch bei weiteren Fünftklässlern ein Förderbedarf offiziell festgestellt. Zur Unterstützung ist ein Förderschullehrer in der gesamten Stufe fünf im Einsatz, unterrichtet vor allem in den klassischen Hauptfächern zusammen mit den Regelschullehrern und springt möglichst immer dann ein, wenn ein Kind die Verhaltenssteuerung verliert.

Wünschen würden sich Grzebellus und seine Kollegen mehr Personal zur Umsetzung des gemeinsamen Lernens, ideal wäre eine Unterstützung in jeder Unterrichtsstunde. „Es muss ja nicht immer ein Förderschullehrer sein, auch ein Sozialpädagoge kann helfen“, meint der Schulleiter, denn: „Inklusion braucht Ressourcen“.