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Demografie

Ein Netzwerk fürs Alter

03.06.2009 | 18:18 Uhr

Bottrop. Bottrop ist eine von 20 Modellstädten des Landes, die den Aufbau von Kontaktmöglichkeiten ihrer älteren Bürger fördern. Damit sollen schon jetzt die Weichen für den demografischen Wandel gestellt werden.

Bottrop ist eine der ersten 20 Modelkommunen, die das Land für ein Programm „Aktiv im Alter ” zum Aufbau und zur Förderung sozialer Netzwerke fördert.

Es gibt in Bottrop schon eine Menge von Einrichtungen und Gruppen, die gute Arbeit mit Senioren leisten und Aktivitäten im Alter fördern. Diese Angebote sollen jetzt aufgelistet werden mit dem Ziel, ein soziales Netzwerk zu schaffen, das so trägt, dass die Menschen lange selbstständig und selbst bestimmt in der eigenen Wohnung leben können.

Bürger werden einbezogen

Auf zwei Bürgerforen sollen sich zudem Vereine und Institutionen präsentieren können und Wünsche und Ideen der Bürgerinnen und Bürger zusammengetragen werden. Das erste findet schon am 6. Juni statt.

Und zwar auf dem Eigen. In der Awo-Begegnungsstätte an der Ernst-Moritz-Arndt-Straße 9 kann man zwischen 10.30 und 17 Uhr singen, Billard spielen, Gymnastik machen, tanzen, am Computer arbeiten oder sein Gedächtnis trainieren. Das tun, was viel Gruppen im Angebot haben. Und so nebenbei möchte die Stadt etwas erfahren zu den Wünschen der Senioren. Vom 17. bis 19. Juni ist dann das Mehrgenerationenhaus in der Innenstadt an der Osterfelder Straße Treffpunkt für das zweite Forum.

Die Foren sind eine gemeinsame Veranstaltung von Sozialamt und Stadtplanungsamt. Planungsamt? Ursula Dickmann vom Stadtplanungsamt: „Wie wir morgen leben wollen, das hat auch immer etwas mit Stadtplanung zu tun.” Barrierefreiheit im weiteren Sinne: frei Zugänge zu Geschäften oder Bussen und Grünflächen, frühzeitige Überlegungen zur Art des Bauens. Bei der Planung für die Umgestaltung des Ehrenparks sei deutlich geworden, wie Bedürfnisse von Alt und Jung aufeinander abgestimmt werden können. Daraus folgt auch für Ursula Dickmann: „Wir müssten beim Planen nicht nur einen Kriterienkatalog für Kinder haben, sondern für alle Generationen.”

10 000 Euro Förderung

In Ebel und der Welheimer Mark befasse sich die Stadt schon länger mit dem Thema Alt-Werden im Stadtteil. Das Modellprojekt - mit 10 000 Euro gefördert - passe genau dazu. „Letztlich wollen wir Nachbarschaften anstoßen.”

Weil von dem Projekt selbst weiter kein Geld zu erwarten ist, empfehle sich die Umsetzung von Ideen dort, wo schon Stadtentwicklungsprojekte gefördert werden, z.B. im Stadtsüden. Die Bestandsaufnahme zum Netzwerkaufbau läuft schon und zwar als als Fragebogenaktion.

Die Stadt (und letztlich auch das Land, das so einen Überblick haben will für seine Altenplanung) will dabei wissen, welche Aktivitäten von wem geleistet werden, wo Unterstützungsbedarf besteht, wie es um das Engagement der Ehrenamtlichen bestellt ist.

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Helga Pillar

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