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Ehrenamt

Ein Hobby mit Verantwortung

05.03.2016 | 07:00 Uhr
Ein Hobby mit Verantwortung
Einmal in der Woche treffen sich die DRK-Mitglieder zu ihren Dienstabenden in Bottrop und Kirchhellen.Foto: Oliver Mengedoht

Bottrop.   Das DRK unterstützt die Stadt auch bei der Gefahrenabwehr. Rund 80 Ehrenamtliche als Sanitäter, bei der Blutspende und in der Einsatzeinheit aktiv.

Der große Parkplatz beim DRK an der Siemensstraße ist mit zwei riesigen Scheinwerfern hell ausgeleuchtet. Die vielen Helfer sind in ihren grell orangenen Jacken und Hosen gut zu erkennen. Es ist der Dienstabend der Ehrenamtlichen. Sie üben, damit jeder Handgriff im Ernstfall sitzt.

Wer kennt sie nicht, die Leute vom DRK, die am Rand aufpassen, wenn wir selber am Wochenende unsere Freizeit bei einer Sportveranstaltung oder einem kulturellen Event genießen. Sie sind auch dabei, wenn wir zur Blutspende gehen oder zur Kleiderkammer des DRK. Sie packen mit an, wenn von einem Tag zum anderen Unterkünfte für mehrere hundert Flüchtlinge hergerichtet werden müssen und sind im Rahmen der Gefahrenabwehr für die Stadt Bottrop und überörtlich im Einsatz. Etwa im vergangenen Jahr, als das Pflegeheim „Schattige Buche“ wegen einer Bombenentschärfung evakuiert werden musste, beim Bettenbrand im Marienhospital oder zuletzt bei dem schweren Lkw-Unfall auf der A2.

Rund 80 Ehrenamtliche sind im Einsatz

Rund 80 Ehrenamtliche sorgen in Bottrop und Kirchhellen dafür, dass die Bürger sich sicherer fühlen können. Warum geben sie ihre Freizeit für das Gemeinwesen? „Es ist eine sinnvolle Beschäftigung“, sagt Dominica Böhm, stellvertretende Rotkreuz-Beauftragte in Bottrop. „Ein Hobby mit Verantwortung.“ Dem etwa Beatrix Keizers, Rotkreuz-Leiterin in Kirchhellen, schon seit 30 Jahren nachgeht und dem andere ihren Beruf verdanken. Wie Steffen Schmidt, Zugführer der Einsatzleiter beim DRK, der so zur Berufsfeuerwehr kam.

„Hier kommrn Menschen aus den verschiedensten Fachbereichen zusammen“, erzählt Herbert Appelmann, Vorsitzender des Ortsvereins Kirchhellen. Handwerker machen mit, Menschen aus medizinischen Berufen oder Kaufleute. Die jüngsten Helfer zählen gerade einmal 16 Jahre, die ältesten sind bereits über 50. Sie alle eint die Verantwortung für das Gemeinwesen, aber auch die Freundschaft untereinander und die Gemeinschaft. Sogar Ehen hat das DRK schon gestiftet.

Nachwuchs wird gebraucht

Man kann klein anfangen beim DRK. In Kirchhellen gibt es schon seit Jahren ein Jugendrotkreuz für Kinder ab acht Jahren, in Bottrop ist gerade eine Gruppe gestartet. Aber sie müssen gegen mächtige Konkurrenz antreten. Spätestens, wenn die Kinder zur weiterführenden Schule wechseln, ebbt die Faszination von Blaulichteinsatz und Rettungswagen ab. „Das Angebot an Freizeitgestaltung ist eben riesig“, meint Herbert Appelmann. „Wir müssen den Nachwuchs von uns überzeugen.“ Denn Nachwuchs wird gebraucht. Dominica Böhm: „Jeder, der mitmachen möchte, ist willkommen.“

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2016-03-05 07:00
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