Ein gesungener Abschied vor dem Tourneeauftakt

Als Bottroper Musikbotschafter brechen „Euphonia“ nun auf in den Süden Deutschlands.
Als Bottroper Musikbotschafter brechen „Euphonia“ nun auf in den Süden Deutschlands.
Foto: Labus / FUNKE Foto Services
Das Bottroper Ensemble „Euphonia“ glänzt in der Kirche St. Michael mit vielen solistischen Beiträgen. Nun geht es für drei Konzert in den Süden Deutschlands.

Bottrop..  Das war ein schöner, gehaltvoller Abschied: Bevor es zu drei Tournee-Konzerten in den Allgäu geht, empfahl sich das Kammerensemble „Euphonia“ unter der Leitung von Elisabeth Otzisk in der gut gefüllten Kirche St. Michael seinen Freunden, Fans und Sponsoren mit einem populären Querbeet-Programm. Es demonstrierte, wie inhaltlich breit aufgestellt diese Vokalgruppe ist. Das rund 25-köpfige Otzisk-Team hörte mitten hinein in Sacro-Pop und Opernmelodien, Gospel und Musicalhits. Mit dieser Mischung wird „Euphonia“ zum Bottroper Musik-Botschafter in Deutschlands Süden.

Doch nicht nur mit seinem Repertoire imponierte die Gruppe (mit erstaunlich vielen männlichen Stimmen!). Auch das solistische Potenzial wurde an diesem Abend abgerufen. Beteiligt waren jeweils auf bemerkenswert sicherer Vokal- oder Instrumentalebene: Regina Mehr, Flöte („Aladdin“, „Die Schöne und das Biest“, „Das Phantom der Oper“ und „Les miserables“), Pianist und Tenor Tobias Kubiczek, die Sopran-Damen Andrea Peiler und Corina Krone, Altistin Renate Klingen, Tenor Andreas Döweling und Bassist Dietmar Köller. In die Solistenriege reihte sich auch Dirigentin (und Sopranistin) Elisabeth Otzisk ein. Ihr einfühlsam, aber mit schlichtem Ausdruck gesungenes „Ave Maria“ (Bach/Gounod) zählte sicherlich zu den Höhepunkten des sehr beifällig aufgenommenen Abends. Sie wird ja im Sommer kommenden Jahres als dramatische Senta im „Fliegenden Holländer“ auf der Berg-Arena auftrumpfen können…

Was sonst noch in den aufgeschlagenen Notenblättern stand? Ein Opernblock mit Giuseppe Verdi („Nabucco“, „Traviata“), mit Georges Bizet („Carmen“), mit Engelbert Humperdinck („Hänsel und Gretel“), Romantik-Lieder von Bruckner, Mendelssohn-Bartholdy oder Franck sowie Gospel-Klassiker wie „Oh happy day“ u.a. Insgesamt ein attraktives, ja sogar spektakuläres Programm, das ohne irgendwelche individuellen Eitelkeiten vorgetragen wurde. Dieser Chor, erst 2013 gegründet, ist eine Option auf die kulturelle Zukunft!