Ein Fotograf mit Blick für die Menschen in ihrer Stadt

Die Menschen in Bottrop waren E-G Schweizer wichtig: Hier hielt er sie zum Beispiel bei der 60-Jahr-Feier der Großstadtwerdung Bottrops im Bild fest. Von rechts: Ehrenbürger Dr. Erich Baur , der junge OB Ernst Wilczok , Frau Baur, Ehrenbürger Hugo Reckmann , Ehrenbürger Paul Schlesiger,Hildegard Bongers.
Die Menschen in Bottrop waren E-G Schweizer wichtig: Hier hielt er sie zum Beispiel bei der 60-Jahr-Feier der Großstadtwerdung Bottrops im Bild fest. Von rechts: Ehrenbürger Dr. Erich Baur , der junge OB Ernst Wilczok , Frau Baur, Ehrenbürger Hugo Reckmann , Ehrenbürger Paul Schlesiger,Hildegard Bongers.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Ernst-Günther Schweizer starb am 1. Weihnachtstag im Alter von 89 Jahren. Über 40 Jahre lang hielt er das Zeitgeschehen in Bottrop in seinen Bildern fest.

Bottrop..  Fotograf Ernst-Günther Schweizer ist tot. Er starb am 1. Weihnachtstag im Alter von 89 Jahren. Über vier Jahrzehnte lang hatte der Fotoredakteur für die WAZ und die Ruhrnachrichten das Zeitgeschehen in Bottrop ins Bild gesetzt. Stets waren es dabei die Menschen in ihren Vereinen, beim Sport, bei gesellschaftlichen Anlässen oder in geselliger Runde, auf die er ein Auge hatte.

Engagiert und kollegial

Denn „E-G“, wie ihn Freunde und Kollegen rufen durften, war jemand, der sich einmischte. Ernst-Günther Schweizer drückte nicht nur den Kameraauslöser, wenn er unter Leuten war, er tauschte sich aus, bezog Stellung, und konnte so seinen schreibenden Kollegen in den Redaktionen den einen oder anderen Tipp für eine lohnenswerte Recherche geben.

Schweizer, der als neunjähriges Kind mit seiner Familie aus Essen-Rüttenscheid nach Bottrop kam, engagierte sich später als Fotografen-Meister in seiner Innung und dann auch als Redakteur im Journalistenverband. Dem DJV gehörte er über sechzig Jahre an. Etliche Jahre hatte der Bottroper sich auch als Lehrlingswart und im Prüfungsausschuss der Fotografen-Innung eingesetzt. Die Handwerkskammer zeichnete ihn mit dem Goldenen Meisterbrief aus. Nach seiner erfolgreichen Meisterprüfung 1951 hatte Schweizer zunächst ja mit seiner Schwester Ruth das elterliche Foto-Geschäft an der Essener Straße geführt, bevor er schließlich aus dem Atelier in die Zeitungsredaktion wechselte. Zehn Jahre lang war er für die WAZ in Bottrop tätig, danach bis zum Renteneintritt 1990 als Bildredakteur für die Ruhrnachrichten.

Dass er im Ruhestand seine Kameras nicht einfach beiseite legte, verstand sich von selbst. Drei Bildbände über seine Heimatstadt gab Ernst-Günther Schweizer heraus. 1991 schon überreichte ihm der spätere NRW-Ministerpräsident, Wolfgang Clement, die Bottroper Stadtplakette.