Ein Ergebnis stand vorher fest

In der Kinder- und Jugendarbeit werden öffentliche Gelder eingesetzt. Deren Nutzung und Nutzen zu überprüfen, ist richtig.


Schade ist nur, dass es erst eine Krise braucht, um eine solch umfassende Bestandsaufnahme und Konzeptentwicklung anzufertigen. Aber vielleicht ist das auch die einzige Chance, dieses heiße Eisen überhaupt anzufassen. Denn Eingriffe in die Kinder- und Jugendarbeit sind erfahrungsgemäß mit lautstarken Protesten verbunden.
Diesen Kritikern liefert die Stadt zusätzliche Munition, indem zumindest ein Ergebnis des neuen Konzepts schon von vornherein feststand: 180 000 Euro müssen in dem Bereich eingespart werden.


Warum wurde das Konzept nicht ergebnisoffen erarbeitet? Am Ende wären auch so sicherlich Sparpotenziale gefunden worden, wenn auch vielleicht in geringerem Maße. Ein auf diese Weise erarbeitetes Konzept dürfte auf mehr Rückhalt stoßen.