Ebeler feiern ihre Gemeinschaft beim Matthiasfest

Mit Schmackes in den Dosenstapel – auch die Kinder konnten sich rund um das Matthiashaus austoben.
Mit Schmackes in den Dosenstapel – auch die Kinder konnten sich rund um das Matthiashaus austoben.
Foto: FUNKE FotoServices
Was wir bereits wissen
Bewohner des Stadtteils genießen die familiäre Atmosphäre. Fest dient der Unterstützung des Hauses, das von einem Verein getragen wird.

Bottrop..  Gemeinschaft. Dieses Wort beschreibt die Gemeinde im Stadtteil Ebel wohl am besten. Diese Solidarität zueinander war am Samstag beim Matthiasfest, veranstaltet vom Trägerverein des Matthiashaus durch die Ehrenamtlichen und die Besucher gut zu spüren.

Renate Neuwald, die seit 40 Jahren im Matthiashaus ehrenamtlich tätig ist, beschreibt ihre Motivation dann auch genau so: „Wir sind hier eine Gemeinschaft. Hier kennt man jeden und genau das macht Spaß.“ Zustimmung kommt von Familie Kwasnitza: „Unsere Gemeinschaft ist familiär und solidarisch. Außerdem gibt es hier für jeden etwas. Das sind unter anderem Gründe, warum wir jedes Jahr hier sind.“

Beginnend mit einer ökumenischen Andacht um 15 Uhr, verbrachten die Besucher des Matthiasfestes den Tag bei einem gemütlichen Beisammensein. Für Verpflegung und zusätzliche Unterhaltung sorgten die ehrenamtlichen Mitarbeiter, ohne die das Matthiashaus nicht mehr existieren würde. Von warmen Speisen vom Grill bis Kaffee und Kuchen – hungern musste niemand. Den ein oder anderen Muntermachen schenkten die Ehrenamtlichen über einen organisierten Bierwagen aus. Die Organisatoren hatten auch an die Kleinen gedacht. Bei einer Runde Dosenwerfen oder einem Versuch am Wurfclown testeten die Kinder ihre Geschicklichkeit. Ebenfalls wurde eine Hüpfburg aufgebaut auf der sich die Kinder austobten.

Der Ortsteil Ebel entstand um 1900. Die katholische Kirche prägte das gesellschaftliche Leben des Stadtteils. Das Matthiashaus, benannt nach dem zwölften Apostel Matthias, war ein Zeichen dafür.

Nach der Umstrukturierung der katholische Kirche und dem Zusammenlegen der Gemeinden, drohte das Matthiashaus, das von der Kirche bewirtschaftet wurde, zu verschwinden. Das Engagement von Ehrenamtlichen sicherte den Erhalt des Hauses und 2007 gründete sich letztlich der Trägerverein Matthiashaus e.V.. Zu dessen Zielen gehören die Aufrechterhaltung des Gemeindezentrums sowie der Erhalt und Ausbau des Sozialraums um den Stadtteil Ebel.

Finanziert wird alles über Spenden und Einnahmen aus Veranstaltungen. Die Vermietung der Räume für private Veranstaltungen spült zusätzliches Geld in die Kasse.