Ebel wird bis Anfang 2018 zur Großbaustelle

An der Borbecker Straße baut die Bahn im Auftrag der Stadt 348 Meter dringend erwarteten Schallschutz.Foto:Winfried Labus
An der Borbecker Straße baut die Bahn im Auftrag der Stadt 348 Meter dringend erwarteten Schallschutz.Foto:Winfried Labus
Foto: Winfried Labus/WAZ-FotoPool
Was wir bereits wissen
Lärmschutzwand, Kanalnetz, Bernekanal, Überlaufbecken: Von März bis Ende 2018 geben sich Bahn, Stadt und Emschergenossenschaft die Spaten in die Hand und bitten die Anwohner um Verständnis

Es wird laut werden, es wird Lärm machen und Staus verursachen, was Bahn, Stadt und Emschergenossenschaft in den nächsten Jahren in Ebel veranstalten werden. Der Lohn der Lasten: eine deutlich verbesserte Lebensqualität im Stadtteil. Hier der Fahrplan der Akteure für die Baumaßnahmen bis Ende 2018.

März/April 2015

Den Anfang macht die Bahn. Ihre Tochter Bahn Projektbau erstellt im Auftrag der Stadt und mit Fördergeldern der EU die lang ersehnte Lärmschutzwand an der Borbecker Straße mit einer Länge von 348 Metern. Martina Tittel von der Bahn Projektbau warnt vor: „Wir müssen die Wände vom Gleis aus bauen und nutzen dafür Sperrpausen in betriebsarmen Zeiten.“ Das heißt: Gebaut wird nachts.

Frühsommer 2015 - Ende 2017

Die Stadt selbst beginnt im Frühsommer mit der 3,9 Millionen Euro schweren Kanalsanierung in Ebel. Die ältesten Kanäle stammen aus dem Jahr 1934, aber auch die aus den 40er und 50er Jahren haben es hinter sich. Die Stadt hat die Maßnahme in sieben Abschnitte unterteilt, den Anfang macht sie in der Bernestraße, der Haßlacher und der Oskarstraße. Ab Mitte 2016 ist der Sprung in den Norden der Berne geplant, dann geht es in die Ebelstraße. Die Stadt hat gerechnet und sich gegen eine Trennung von Schmutz- und Regenwasser entschieden. Auch deshalb baut die Emschergenossenschaft eine Regenwasserbehandlungsanlage.

Ende 2015 - Ende 2017

Der Berne-Unterlauf soll wie die Emscher selbst künftig ein sauberes Wasser werden. Vorleistung dafür ist der Bau des Abwasserkanals Berne zwischen dem Sulterkamp am Autokino auf Essener Gebiet und der Emscher. Der Kanalbau selbst wird die Anwohner nicht belasten, weil unter der Erde gegraben wird. Doch dafür muss die Emschergenossenschaft die notwendigen Baugruben (Schachtbauwerke) ausheben. Das wird viel Baustellenverkehr geben auf der Borbecker, Oskar-, Haßlacher- und Hafenstraße, warnt die Emschergenossenschaft und bittet um Verständnis.

Mitte 2016 - Anfang 2018

Den Abschluss der Baumaßnahmen in Ebel bildet der Bau einer Regenwasserbehandlungsanlage auf dem Grundstück der Emschergenossenschaft am Ende der Haßlacher Straße, bestehend aus Überlaufbecken und Hochwasserpumpwerk. Dafür werden erneut Kanäle unterirdisch gebaut, die dafür nötigen Schachtbauwerke werden aber beim Bau Lärm und Baustellenverkehr erzeugen. Der Parkplatz Bernepark wird in dieser Zeit auf das Parkgelände verlegt.