Ditib-Gemeinde begrüßt Frühling

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Was wir bereits wissen
Auf ihrem Grundstück an der Prosperstraße feiert die Dittib-Gemeinde ein Fest. Zu dem sind alle Bottroper eingeladen. Programm geht über elf Tage.

Bottrop..  Die weißen Zelte stehen schon auf dem Platz an der Prosperstraße. Fleißige Helfer legen noch einmal Hand an, ziehen die letzten Zeltbahnen straff, schließlich soll alles perfekt sein. Ab heute Nachmittag will die Ditib-Gemeinde auf ihrem Gelände wieder feiern. Alle Bottroper sind eingeladen zu diesem Frühlingsfest. Täglich von 12 bis 22 Uhr haben die Stände auf dem Platz geöffnet.

Kulturfest im Herbst

Nach dem Kulturfest im Herbst ist es das zweite Mal, dass die Gemeinde groß feiert. Diesmal ist der Festplatz nicht zu verfehlen. Die Zelte stehen bis an die Straße, nicht wie beim ersten Fest nur auf dem hinteren Teil des Geländes. Damals war der Platz an der Straße noch vermietet, das ist nun anders – und ganz im Sinne der Gemeinde. Denn die möchte sich offen präsentieren, sagt der Vorsitzende Ibrahim Özen. Darauf hatten die Gemeindemitglieder schon 2014 verwiesen, wollten sie doch offen mit allen Bottropern feiern und nicht mehr nur auf dem Hinterhof der Moschee an der Prosperstraße.

Die Resonanz der Erstauflage sei so gut gewesen, sagt Özen, dass die Gemeinde nun besonders lang feiert. Elf Tage lang gibt es an der Prosperstraße ein Programm. Es treten Musik- und Folkloregruppen auf. Unter anderem können die Besucher traditionelle Sufi-Musik kennenlernen. Zu dieser Art von Musik hätten traditionell die Derwische getanzt, sagt Özen.

An den Ständen werden türkische Spezialitäten angeboten. Mehr als 100 ehrenamtliche Helfer leisten ihren Beitrag zum Fest. „Einige haben extra Urlaub genommen“, sagt Özen. Immerhin läuft der Aufbau seit einer Woche. Um die Bewirtung kümmern sich diesmal aber Mitarbeiter türkischer Restaurants und Geschäfte.

Von 12 bis 22 Uhr ist der Festplatz geöffnet, Özen und die übrigen Gemeindemitglieder hoffen auf möglichst viele Besucher. Allerdings: Nur Freitag und Samstag spiele die Musik bis 22 Uhr. „An den anderen Tagen machen wir sie um 21 Uhr aus.“ Und auch eine Mittagsruhe werde man einhalten, verspricht Özen. Zwischen 13 und 15 Uhr herrsche Ruhe. Das ist ein Entgegenkommen, denn in NRW gibt es keine gesetzlich geschützte Mittagsruhe.

Die Einnahmen kommen der Gemeinde zugute. „Wir wollen sie nutzen, um unser Grundstück abzubezahlen“, sagt Ibrahim Özen. Noch lasteten Schulden darauf.