Diese Straße ändert ihren Namen

Die Kirchhellener Straße beginnt in der City als schmucker, schmaler Straßenzug. In diesem Bereich sind Einbahnstraßen- und Sackgassenregelungen typisch für sie.
Die Kirchhellener Straße beginnt in der City als schmucker, schmaler Straßenzug. In diesem Bereich sind Einbahnstraßen- und Sackgassenregelungen typisch für sie.
Foto: FUNKE FotoServices
Was wir bereits wissen
Die Kirchhellener Straße ist ein der längsten in der Stadt. Sie beginnt in der City als schmale Gasse und vergrößert sich später zur vierspurigen Trasse.

Bottrop..  Sie führt vom Altmarkt bis zum Forsthaus Specht – und gehört damit sicher zu den längsten Straßen der Stadt. Die Rede ist selbstverständlich von der Kirchhellener Straße. Doch jeder Bottroper weiß auch: Die Straße ist längst nicht mehr die direkte Verbindung von Alt-Bottrop in den südlichen Stadtteil. Einbahnstraßen- und Sackgassenregelungen sind zumindest im Bereich der Innenstadt typisch für die Kirchhellener Straße. Bestes Beispiel ist ja schon der Anfang der da noch kleinen Straße. Aus Richtung des Rathauses kommt hier kein Auto mehr zum Altmarkt durch. Schon seit 1962 ist dieses Teilstück Einbahnstraße. Zuvor waren hier übrigens noch Busse durchgefahren.

Am Kreisverkehr mit der Eichenstraße ist ein Teil der Kirchhellener Straße als Sackgasse abgeriegelt. Eine Anwohnerin lobt die Lebensqualität der Kirchhellener Straße, vor allem seit die nicht mehr durchgängig ist. Sie könne sich noch an andere Zeiten erinnern. Seit 47 Jahren wohne sie hier, „besonders die Nähe zur Stadt ist ideal“.

Erst ab der Feuerwehr geht es dann zweispurig gen Kirchhellen – oder zurück in Richtung Stadtmitte, je nach Perspektive. Hier wird die Kirchhellener Straße Teil der L631, also der Nord-Süd-Verbindung in der Stadt, die auf ihrer Strecke zahlreiche unterschiedliche Namen trägt. Heißt sie anfangs Essener Straße, wird sie dann zur Freiherr-vom-Stein -, zur Friedrich-Ebert- und zur Hans-Sachs-Straße, bis sie schließlich Kirchhellener Straße heißt.

Dass der vierspurige Ausbau nicht unumstritten war – gerade auf dem Kalten Eigen – zeigt ein Blick ins Archiv. Damals schrieb die WAZ: „Ortsteil Stadtwald wird vierspurig umgangen“. Andere warnten vor einer „Zerschneidung“ des Kalten Eigen. 21 Häuser wurden für den Bau abgerissen, rund 15 Millionen Mark hat der Ausbau gekostet.

Und dass die Kirchhellener Straße mal einen ganz anderen Verlauf hatte – auf dem Kalten Eigen wird es besonders deutlich. Das kleine Geschäftszentrum mit Supermarkt, Sparkasse und Eisdiele liegt nämlich an diesem alten Teil der Kirchhellener Straße, die ebenfalls so heißt. Wenn man so will, gibt’s auf dem Eigen also zwei Kirchhellener Straßen. „Man findet hier eigentlich alles für den täglichen Bedarf. Auf diesem kurzen Stück Straße ist alles“, lobt Thomas Mohr. Der 31-Jährige ist in dem Viertel aufgewachsen.

Ach ja: Im Original-Spiel ist auf dem Feld die Münchener Straße.