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Diese Ausbildung steht unter Strom

09.03.2016 | 21:00 Uhr
Diese Ausbildung steht unter Strom
Richard Dres wird bei der Firma Elektro Schrey in Bottrop zum Elektroniker ausgebildet.Foto: Winfried Labus / FUNKE Foto Services

Bottrop.   Richard Dres wird Elektroniker der Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik in Bottrop. Neben handwerklichem Geschick ist auch Köpfchen gefragt.

Viele junge Leute, meint Richard Drees, haben vom Beruf des Elektronikers eine recht klischeehafte Vorstellung. Dass es ein harter Job sei, verbunden mit körperlicher Arbeit und Dreck. Als Auszubildender im dritten Lehrjahr aber weiß der 21-Jährige längst: Der Kopf ist mindestens genauso gefragt, etwa bei der Suche nach Fehlern in Schaltschränken und Verdrahtungen. Oder bei der Programmierung von Steuerungen für Anlagen. „Der Beruf kribbelt, sagt man gern“, meint Stefan Stamm, Chef vom Ausbildungsbetrieb Elektro Schrey, durchaus vieldeutig.

Für Richard Drees, einem von zurzeit fünf Auszubildenden im Betrieb, ist es der Wunschberuf. Auf dem Weg dahin machte er nach der Hauptschule zunächst den Realschulabschluss nach, zog dann noch das Fachabi in Elektrotechnik durch. Während es viele andere junge Leute Richtung Studium zieht, war für ihn klar: „Ich möchte etwas Handwerkliches machen. Ich bin ein energiegeladener Mensch und brauche Bewegung.“ Die Bereiche Elektronik und Strom faszinieren ihn, denn: „Da muss man sich Gedanken machen.“ Das gefiel ihm schon bei einem schulischen Praktikum.

Info
Telefon-Hotline

Die Arbeitsagentur schaltet zur „Woche der Ausbildung“ Donnerstag, 10. März, 18 bis 20 Uhr, eine Telefon-Hotline. Berufsberaterin Marietta Vogel gibt Jugendlichen und Eltern unter der Nummer  0209 164-300 Tipps.

Irmtraud Sucker ist Ansprechpartnerin für Arbeitgeber, die ausbilden. Sie ist in dieser Zeit erreichbar unter  0209 164-301.

Zwar beginne die Ausbildung zunächst durchaus damit, Schlitze in die Wände zu klopfen, die Baustelle zu fegen, das Material kennenzulernen, erzählt der Azubi. Aber dabei bleibt es ja nicht stehen. Zu den Aufgabenbereichen des Elektronikers mit der Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik gehören zum Beispiel Elektroarbeiten bei Sanierungen oder in Neubauten, das Installieren von Satelliten- oder Photovoltaikanlagen, die Einrichtung einer intelligenten Gebäudetechnik, Geräteprüfungen und – nicht zu vergessen – die Beratung der Kunden. „Wir sind auch im Industriebereich tätig“, erzählt Richard Drees, der sich vorstellen kann, später noch seinen Meister zu machen. „Der Alltag bringt immer etwas Neues.“

Wer jetzt neugierig geworden ist auf den Beruf des Elektronikers, sollte bedenken: Gute Mathekenntnisse sind wichtig. „Elektrotechnik ist Mathematik“, so Stefan Stamm, der für seine Azubis mindestens Mittlere Reife voraussetzt. Und Bewerber immer zur Probe arbeiten lässt. „Das ist für beide Seiten wichtig“, ist seine Erfahrung. Denn so können auch die jungen Leute sehen, was auf sie zukommt. Grundsätzlich sei der Ausbildungsberuf übrigens auch etwas für Frauen.

Nina Stratmann

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2016-03-09 21:00
Bottrop