Die Post nimmt mehr Porto, doch TV und Radio werden günstiger

7 Der Rundfunkbeitrag soll ab dem 1. April 2015 von 17,98 Euro auf 17,50 Euro monatlich sinken. Bis Ende 2016 bleibt der Beitrag dann stabil. Er wird für jede Wohnung fällig, unabhängig davon, ob überhaupt Rundfunkgeräte vorhanden sind oder wie viele.

8 Das Briefporto wurde dagegen am 1. Januar teurer. Ein Standardbrief innerhalb Deutschlands kostet nun 62 Cent, bisher 60 Cent. Für internationale Standardbriefe und Postkarten ins Ausland werden 80 Cent anstelle der 75 Cent fällig. Der innerdeutsche Kompaktbrief bis 50 Gramm ist dafür fünf Cent billiger. Er kostet jetzt 85 Cent. Keine Änderungen gibt es bei Groß- und Maxibriefen sowie der inländischen Postkarte. Die Post bietet Marken zu 2 Cent an, um vorhandene 60-Cent-Marken zu ergänzen. Es gibt auch Marken zu 5 Cent.

9 Erspartes ist bei Privatbanken nun weniger geschützt. Diese Kreditinstitute haften jetzt nur noch bis zur Grenze von 20 Prozent ihres Eigenkapitals. Bisher waren es 30 Prozent. Der Einlagensicherungsfonds privater Banken schützt Giro-, Festgeld-, Tagesgeldkonten und Sparbriefe vor Pleiten. Kunden von Sparkassen sowie von Volksbanken sind nicht betroffen, da sie eigene Sicherungssysteme haben. Durch die gesetzliche Einlagensicherung sind bei Insolvenz einer Bank oder Sparkasse 100 000 Euro je Kunde und Institut geschützt. Erst danach greift der Fonds der privaten Banken. Aktien, Fonds und Zertifikate fallen nicht unter die Einlagensicherung.

10 Der Garantiezins für Lebensversicherungen ist von 1,75 auf 1,25 Prozent gesunken. Dies gilt für Kapitallebens- und private Rentenversicherungen, Riester- und Rürup-Versicherungen sowie Direktversicherungen, die neu abgeschlossen werden. Ausgenommen sind fondsgebundene Lebens- und Rentenversicherungen, soweit keine der Höhe nach Leistung vereinbart ist. Für laufende Verträge gilt die Absenkung nicht. Der Garantiezins bezieht sich auf den Sparteil des Beitrags – minus Abschluss-, Verwaltungskosten und Todesfallschutz.