Die Pop-Welle überflutet das Dorf

Die Mädchen haben das Sagen. Pardon: das Singen. Gleich zweimal übernahmen die Jungen Damen beim Sommerkonzert des Vestischen Gymnasiums im ausverkauften Brauhaus-Saal, das solistische Kommando. Und auch im Schulorchester, u.a. besetzt mit einer großen Flötengruppe, aber auch mit Blechbläsern, Streichern und Bass, dominierten die weiblichen Talente. Guido Montag, Lars Knapp und Anna Pittelkau als die verantwortlichen Musikpädagogen der drei Ensembles (Orchester, Schulchor und sechsköpfiges Vokalteam) vertrauten den insgesamt rund 80 Akteuren und schufen unter der Devise „Uptown Dance“ für die beeindruckten Zuschauer einen rund zweieinhalbstündigen Doppelabend. Denn was das Trio seit Monaten vorbereitet hatte, konnte sich im Pop- und Rockgenre bestens behaupten. Erstaunlich, wie leidenschaftlich, ambitioniert und engagiert das Programm mit vielen schon legendären Hits aus ca. 40 Jahren ablief. Der instrumentale und vokale Nachwuchs könnte ein Casting beim europäischen Songwettbewerb glatt überstehen… Hier wird erfolgreiche und gründliche Musikausbildung geleistet.

Es ging im heimatlichen „Wohnviertel“ („uptown“ wörtlich übersetzt, also „im Dorf“) quer durch die Charts und Pop-Bereiche. Es gab bemerkenswerte stimmliche Leistungen zu hören: von Inga Nickel oder Jana Eschbach, Alexa Konopka oder Lara Kubiczek, Nina Schmidt oder Lorena Tiemann beispielsweise.

Aber auch die Mitglieder des Schulorchesters, allen voran Johannes Schroers am Keyboard/Piano oder Joris Defte/Felix Fröhlich/Tim Pedina am Schlagzeug, trugen zum Erfolgreichen Abend bei. Das kollektive Erarbeiten einer Solo-Nummer oder eines Chorbeitrags hatte allen großen Spaß bereitet.

Guido Montag (Schulorchester und Arrangements), Anna Pittelkau (Schulchor, Arrangements) und Lars Knapp (Vokalensemble, Arrangements) hatten sich und die Musiktalente intensiv motiviert und viel Vorarbeit geleistet, um das Sommerkonzert des VGK zu einem großen Erfolg werden zu lassen. Mit Nachhaltigkeitseffekt im schulischen Alltag! Aber jetzt freuen sich erst einmal alle auf die Ferien.