Die heutige Orgel ist bereits das dritte Instrument

Mit ihren 25 Registern (Stimmen) verteilt auf zwei Manuale und Pedal zählt die Martins-Orgel zu den Instrumenten mittlerer Größe. Obwohl in den 60er Jahren entworfen, einer Zeit, als man die früheren romantisch disponierten Orgeln „barock“ umbaute oder komplett entsorgte , verfügt die Steinmann-Orgel über einen weichen, grundtönigen Klang und einige schöne Solostimmen.

„Von Anfang an hatte man die Möglichkeit der Erweiterung um ein Brustwerk mit vier bis sechs Registern vorgesehen, das den Klang ideal abrunden würde“, so Kantor Matthias Uphoff. Die Orgel verfügt über eine schöne, typische Bach-Disposition, ohne das sie die unangenehme Schärfe aufweist, die andere Instrumente dieser Zeit oft hätten. Mit dem vom damaligen Team um Siegfried Reda und Gerhard Kemena geplanten Brustwerk, könnte auch die Musik der Romantik ideal interpretiert werden.

Musiktage geplant

Bereits 1884 gab es eine kleine Orgel der Firma Fleiter mit acht Registern. Die tat 50 Jahre lang ihren Dienst.1934 ließ die Gemeinde ein 26-Register-Instrument der Firma Faust bauen, das in etwas der Größe der heutigen Orgel entsprach und bis 1965 genutzt wurde.

Im Mai plant Uphoff ein Konzert mit Musik von Komponisten aus dem Ruhrgebiet aus den letzten Jahrhunderten. Im Juni wird es ein Konzert mit den Revierglockenchor, dem Zupforchester Kirchhellen und der Musikschule geben, die in diesem Jahr ihr 25-jähriges Bestehen feiert. Im Oktober findet ein Orgelsonntag mit Gottesdienst, Kammer-, Chormusik und einem Kinderkonzert statt. Auch eine kindgerechte Führung steht dabei auf dem Programm.