Die Bürger entscheiden

Die Nutzung städtischer Flächen für den gemeinsamen Gartenbau bietet durchaus spannende Möglichkeiten und Perspektiven: nicht nur unter sozialen und integrativen Gesichtspunkten, auch eine in Vergessenheit geratene Form der Nahversorgung könnte unter dem Gedanken von Klimaschutz und Nachhaltigkeit ihre kleine Renaissance erleben.


Der Stadt würde ein Erfolg des Projektes auf jeden Fall gut zu Gesicht stehen: Die Gärten schlagen, wie die Stadt selbst, eine Brücke zwischen Tradition und Moderne. Trotzdem haben sich die Verantwortlichen ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: in einem Land, in dem schon Sträucher in privaten Gärten zu endlosen Gerichtsprozessen geführt haben, darf der Versuch einen öffentlich-gemeinschaftlichen Gartenbau in der Stadt zu etablieren zumindest als ambitioniert bezeichnet werden.


Das wissen auch die Verantwortlichen und wurden auch deshalb bisher wenig konkret, was die praktische Umsetzung der Ideen angeht. Sie setzen vor allem auf das Engagement und den guten Willen der Bürger. Am Ende haben es die Bottroper nun selbst in der Hand, so deutlich wie vielleicht nur ganz selten, am Ende darüber zu entscheiden, wie viel Innovation sie wirklich in ihrer City wollen.