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Die Abfuhr vorm Dreikönigstag

02.01.2008 | 22:57 Uhr

"Abspracheprobleme" führten dazu, dass die ersten Tannenbäume jetzt schon vor dem 6. Januar abgeholt werden

Tannenbaum-Abfuhr vor dem Dreikönigstag? "Und das ausgerechnet mit uns als einem christlichen Jugendverband", bedauert Sven Storb, Vorsitzender des BDKJ. Der BDKJ ist bekanntlich eingebunden in die Tannenbaumabfuhr und geht gemeinsam mit der Best auf Abhol-Tour. "Das ist jetzt leider so und für dieses Jahr nicht mehr zu ändern", bedauert Storb. Und mit ihm auch Uwe Unterseher-Herold vom Best-Vorstand, der am gestrigen Tag auch einige Anrufe empörter Bürger erhalten hat.

Wie berichtet, werden der kommende Samstag, 5. Januar und der darauf folgende - der 12. Januar - für die gemeinsame Abfuhr-Aktion genutzt. Samstage, weil die schulfrei sind. Aber bei der Planung der Termine "hat es offenbar Abspracheprobleme gegeben", sagt Storb. So liegt nun der erste noch vor dem Dreikönigstag, an dem die Bäume traditionell noch ins Haus gehören und nicht an die Straße.

"Wir haben gedacht, das letzte Ferienwochenende wäre als erster Abfuhrtermin optimal", sagt Unterseher-Herold und weiß noch, dass die frühen Karnevalstermine auch als Grund fürs nicht so späte Abholen der Tannenbäume genannt worden seien. Bis gestern habe er auch keine Kritik gehört - obwohl ja der Entsorgungskalender schon länger in den Haushalten liege. Jetzt, mit der Zeitungsmeldung, fiel's den Leuten auf.

Der BDKJ habe den 12. und den 19. Januar vorgeschlagen,. weiß Storb noch aus ersten Gesprächen mit der Best im Oktober. Und dann wohl auch nicht in die Abfuhrkalender geschaut, in dem der nächste und der darauf folgende Samstag deutlich das Tannenbaumsymbol tragen. So wurde die Zeitungsmeldung Auslöser fürs Mobilisieren der Jugendlichen. Ein Riesenaufwand, innerhalb weniger Tage die Leute zusammen zu kriegen, sagt Sven Storb.

Energisch weist Uwe Unterseher-Herold den Verdacht zurück, der Best sei ohnehin nicht an der Unterstützung der Jugendgruppen gelegen und sie wolle diesen den Einsatz erschweren. Solche Mutmaßungen weist auch Sven Storb zurück: "Wir haben mit der Best sogar einen Vertrag geschlossen und dabei festgelegt, dass wir wohl auf Jahre die Bäume mit einsammeln." Der Geldbetrag, den die Best dafür zahlt, wird ja auch dringend benötigt.

Von Helga Pillar

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