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Deutlich weniger Unfälle

12.02.2010 | 15:32 Uhr
Deutlich weniger Unfälle

Bottrop. Bei aller Tragik - bereits im Jahr 2008 war mit drei Verkehrstoten ein historischer Tiefstand erreicht worden. Im letzten Jahr wurde der nochmals unterschritten: Die Zahl der tödlich Verunglückten sank in Bottrop auf zwei Personen.

Das deckt sich in etwa mit der Entwicklung im Gesamtgebiet des Polizeipräsidiums Recklinghausen. Hier sank die Zahl der Verkehrstoten um 23 Prozent auf 17 Fälle. Zum Vergleich: 1967 kamen im Straßenverkehr noch 235 Menschen ums Leben.

Im letzten Jahr waren in Bottrop 423 Personen in Verkehrsunfälle verwickelt, von denen 358 leicht und 63 schwer verletzt wurden. Insgesamt war das ein Rückgang von fast zwölf Prozent.

Die positive Entwicklung bei den Unfällen unter Beteiligung von Kindern konnte ebenfalls fortgesetzt werden. Insgesamt wurden 34 Kinder im Straßenverkehr verletzt, im Vorjahr waren es 60. „Die Sicherheit der Radfahrer, insbesondere der Kinder, wird auch weiterhin eine wichtige Aufgabe der Polizei bleiben“, sagt Polizeipräsidentin Dr. Katharina Giere. Deshalb werde es in diesem Jahr wieder präventiv ausgerichtete Kampagnen wie auch Sonderkon-trollen geben. Die Polizeipräsidentin appelliert an die Eltern, die Fahrräder regelmäßiger zu überprüfen und dadurch wesentlich dazu beizutragen, dass sich die eigenen Kinder sicherer im Straßenverkehr bewegen können.

Eine positive Entwicklung ist auch bei der Zahl der Kinder feststellbar, die als Mitfahrer im Pkw verletzt wurden. Die Sicherheit von Fahrzeuginsassen war einer von mehreren Bereichen, der im besonderen Fokus der Polizei stand.

Bei den verunglückten Senioren blieb es in etwa bei den Zahlen des Vorjahres: 55 Menschen (2008 waren es 56) waren betroffen.

Von den 669 Fällen, bei denen die Unfallverursacher flüchteten, konnten 284 später geklärt werden, was einer Quote von 42 Prozent entspricht. Höher fällt die Aufklärungsquote bei den Verkehrsunfallfluchten (VU) aus, bei denen Menschen zu Schaden kamen. Hier liegt sie bei 77 Prozent. Insgesamt gab es auf dem VU-Gebiet einen leichten Rückgang, denn im Jahr zuvor waren noch 717 Fälle im Stadtgebiet erfasst worden.

Das Fazit der Polizeipräsidentin: „Die positive Entwicklung ist in fast allen Bereichen feststellbar. Die Polizei ist also auf dem richtigen Weg. In einigen Städten gibt es Entwicklungen, die im Gegensatz zur allgemeinen Tendenz stehen. Dies nehmen wir zum Anlass, gerade auf diese Verkehrsteilnehmer ein besonderes Augenmerk zu legen“.

Michael Friese

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