Der VfB hat schon 60 000 Euro

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Der VfB-Karneball ist immer ein Höhepunkt des Kirchhellener Saalkarnevals. In diesem Jahr markierte er zusätzlich einen Meilenstein der Aktion „Aus Rot wird Grün“: 60 000 Euro hat der Verein bereits zusammen für den Umbau seines Aschenplatzes an der Loewenfeldstraße zu einem Kunstrasenplatz. Mitglieder, Freunde und Organisatoren können jetzt einmal durchschnaufen, doch dann geht der Spendenmarathon weiter, Insgesamt müssen 152 000 Euro aufgebracht werden, und der Countdown läuft: Am 5. Oktober ist Kassensturz.

„Am Freitag vor dem VfB-,Karneball’ betrug der Spendenstand exakt 58 160,31 Euro“, sagt Georg Garz, Sprecher der Projektgruppe Kunstrasen im Verein. Genau sind die Spenden noch nicht ausgezählt. Aber Garz ist sicher: „Wir werden die 60 000-Euro-Hürde übersprungen haben.“ Die Summe ist zusammen gekommen durch „Einzelspenden vieler Eltern, Freunde und Firmen, die sich weiterhin angesprochen fühlen sollten.“

Im April 2014 hatten Georg Garz und der erste Vorsitzende Werner Breit ihren Vorschlag zum Umbau des Tennenspielfeldes zu einem Kunstrasenplatz unterbreitet: Wir haben allein im Ligaspielbetrieb 15 Mannschaften von der G-Jugend bis zu Senioren. Unser Aschenplatz hat’s hinter sich, er ist bei Dauerregen für Tage nicht bespielbar. Saniert werden muss er deshalb so oder so. Und wenn die Stadt die Grundsanierung macht, legen wir 150 000 Euro durch einen Finanzzuschuss und Eigenleistungen drauf, um einen Kunstrasenplatz zu bekommen, für den die Stadt kein Geld hat.

In der Folge hat der Fachbereich Umwelt und Grün den Aschenplatz überprüft und etliche Mängel bestätigt: Der Platz hat Gefälle vom Anstoßkreis zu den Strafräumen, in den Strafräumen aber keines, so dass sich das Wasser dort staut. Die Entwässerungsleitungen sind oft verstopft, die Deckschicht das Platzes hat es hinter sich. Beim Mehraufwand für den Kunstrasenplatz bestätigte die Stadt weitgehend die Vereinsschätzung: 152 000 Euro werden es wohl sein. Der Betriebsausschuss hat also im Oktober die Sanierung abgenickt. Er befürwortet außerdem den Umbau zum Kunstrasenplatz, wenn der VfB die Mehrkosten dafür trägt: Voraussetzung für den Baubeschluss: „Zu diesem Zeitpunkt muss durch den Verein nachgewiesen sein, dass die Eigenmittel gesichert sind“.

Daran arbeitet die Projektgruppe hart: 15 Termine stehen auf dem Plan, darunter am 29. Mai ein Spendenlauf der Schulen, Jugendturniere im Juni und ein Open Air am 29. Oktober. Für den 5. Oktober hat Garz notiert. „Bekanntgabe an die Stadt: Ziel erreicht!“