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Der stete Kampf gegen die Keime

22.05.2012 | 18:03 Uhr
Der stete Kampf gegen die Keime
Foto: Birgit Schweizer / WAZ FotoPool

Bottrop. Mit einfachem Händewaschen ist es im Krankenhausalltag nicht getan. Unter dem Motto „Hygiene ist ein Muss“ engagiert sich daher das Marienhospital, neueste Erkenntnisse in der Krankenhaushygiene umzusetzen. Um nicht nur Mitarbeiter, sondern auch Patienten und Besucher für das Thema zu sensibilisieren, gibt es am Donnerstag, 24. Mai, von 10 bis 14 Uhr die Aktion „Saubere Hände“ in der Eingangshalle der Klinik.

Das Marienhospital beteiligt sich bereits seit 2008 an der bundesweiten Aktion. Diesmal steht das Thema „Handschuhe“ im Mittelpunkt. „Im Spielzimmer wird schon seit Wochen die Dekoration zum Thema gebastelt“, verrät Iwona Wolters, seit 1999 Hygienefachkrankenschwester im Marienhospital. „Und im Eingangsbereich des Krankenhauses wird einen Stand mit Informationsmaterial zur Handhygiene sowie die inzwischen schon zur Tradition gewordenen hausgebackenen Kekse in Handform geben.“ Weil sie ihre Handhygiene messbar verbessert haben, erhalten zwei Stationen im Rahmen der Aktion „Handkiss“ eine Auszeichnung.

„Die Erfahrung aus den letzten Jahren zeigt, dass nicht nur Mitarbeiter, sondern auch Patienten und Besucher viel Informationsbedarf im Hygienebereich haben“, erläutert Wolters. So entfachen beispielsweise Fotos, die die Keime vor und nach dem Händewaschen sowie nach einer Handdesinfektion sichtbar machen, stets großes Interesse und werden auch beim diesjährigen Aktionstag nicht fehlen.

Serie: von Kopf bis Fuß - Zum Tag der saubereb Hände demonstriert Iwona Wolters( rechts ) , Hygienebeauftragte des Marienhospital , das richtige desinfizieren der Hände.Dienstag , 22.05.2012

„Mit den Händen fasst man halt alles an, daher sind sie natürlich die hauptsächlichen Überträger von Infektionen“, so Wolters. Im normalen Alltag und zu Hause reiche einfaches Händewaschen aber selbstverständlich aus. „Leider neigen hier jedoch viele Menschen zu Übertreibungen“, weiß die Hygienefachkrankenschwester. „Im Haushalt gibt es meist viel zu viele Desinfektionsmittel. Das schadet nur der Umwelt.“ Um im Falle einer Erkältung die Mitmenschen nicht anzustecken, solle man aber zusätzlich darauf achten, in die Ellenbogenbeuge zu niesen und auf Händeschütteln zu verzichten.

Im Krankenhausalltag sei Desinfektion jedoch grundsätzlich unabdingbar - zur Sicherheit des Patienten. Um diese vor Infektionen - beispielsweise mit dem Krankenhauskeim MRSA - zu schützen, arbeitet das Krankenhausteam ständig daran, Hygieneregeln umzusetzen, Mitarbeiter zu schulen, Patienten und Besucher zu sensibilisieren. Inzwischen gibt es in der Klinik rund 350 Spender für Handdesinfektionsmittel. „Die hängen schon im Eingangsbereich der Klinik, in jedem Patientenzimmer sowie in allen Wasch-, Untersuchungs- und Operationsräumen.“, erklärt Iwona Wolters. „Und sowohl Patienten wie Besucher achten darauf, dass diese auch benutzt werden“, so Wolters eiter. Eine entsprechende Rückkopplung erhalte das Krankenhausteam durch verschiedene Fragebogenaktionen in allen Stationen.

Andrea Kleemann



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