Der Müll an der Industriestraße soll verschwinden

Bezirksbürgermeister Klaus Kalthoff (li.) und Best-Mann Ralf Elsner an der Industriestraße
Bezirksbürgermeister Klaus Kalthoff (li.) und Best-Mann Ralf Elsner an der Industriestraße
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Bezirksbürgermeister und Best reagieren auf die Anregungen der Linkspartei. Zustand der Grünanlagen ist „unhaltbar“. Jetzt soll Abhilfe geschaffen werden.

Bottrop..  Ortstermin an der Industriestraße: Einen Tag nach dem Bericht in der WAZ hat sich Bezirksbürgermeister Klaus Kalthoff mit dem Einsatzleiter des städtischen Entsorgers „Best“, Rolf Elsner, die Situation an der Industriestraße angesehen. Wie berichtet hatte Bezirksvertreter Dieter Polz (Linke) den Bau von sanitären Anlagen für Fernfahrer gefordert und den Zustand der Grünanlagen und Böschung bemängelt.

Um die ging es nun beim Termin vor Ort. Und da kommt Kalthoff zum selben Schluss wie Polz, bezeichnet den Zustand als „unhaltbar“. Teile der Grünanlagen und der Böschung sind zur Müllkippe verkommen – wieder einmal. Bereits 2013 hatte die Best die Böschung gereinigt. „Vier Mitarbeiter waren eine Woche beschäftigt und mussten sich abseilen“, so Elsner. Das habe enorme Kosten verursacht. Der Einsatz von Personal in der Böschung hinunter zur Boye sei nicht leicht – aus Versicherungsgründen.

Außerdem stellt sich bei der Begehung heraus, dass geklärt werden muss, wem das Grundstück gehört. Das soll kurzfristig geschehen. Ist es städtisch? Oder ist die Emschergenossenschaft gefordert? Wenn es sich um städtische Flächen handelt, muss verwaltungsintern geklärt werden, wer für die Reinigung zuständig ist. Die Best? Der Fachbereich Umwelt und Grün? Oder das Tiefbauamt? Zumindest die Gehwege werde die Best noch in dieser Woche reinigen. Hier geht es vor allem um die Entsorgung von Laub.

Kalthoff hofft, dass auch für den Rest schnell eine Lösung gefunden wird. Doch er macht auch klar, dass die Rücksichtslosigkeit einiger Zeitgenossen die Allgemeinheit nun Geld kosten werde. Auch über Abfallbehälter werde der Bezirk diskutieren. Best-Mann Elsner ist skeptisch, ob die genutzt würden. Er verweist auf die Gohrweide, wo eigens ein Mülleimer mit großem unterirdischen Behälter installiert wurde. Trotzdem fliege dort Müll herum.