Der Komödie folgt ein Krimi
14.02.2010 | 15:34 Uhr 2010-02-14T15:34:00+0100
Bottrop . Betrug, Verrat und Mord – das Wichtigste, was ein guter Krimi braucht. Und genau das hatte auch „Blutige Schachzüge“, das Theaterstück der Jugendtheatergruppe „Shakespeares Enkel“, das am Samstag Premiere im August-Everding-Kulturzentrum feierte.
In dem Stück geht es um Tom, der aus ärmlichen Verhältnissen stammt und schon viele Monate mit seiner Miete im Verzug ist. Eines Tages bekommt er einen Auftrag von der reichen Familie seines Vermieters und muss nach Italien reisen, um dessen fortgelaufenen Sohn zu finden.
Als Tom diesen dann findet, freunden sich beide an und Tom verändert sich so sehr, dass er nach einem Streit seinen ersten Mord begeht.
Geschrieben wurde der Krimi vom freiberuflichen Schauspieler und Regisseur Jörg Wilms, dem Leiter von „Shakespeares Enkel“: „Wir wollten mal etwas ganz anderes machen. Weil wir zuvor eine Komödie aufgeführt hatten, war jetzt ein Krimi dran.“
Insgesamt habe es zwei Jahre gedauert, das Stück auf die Beine zu stellen. Dabei versuchte Wilms, den Jugendlichen eine fast vollständige Ausbildung in Schauspielerei zu bieten, „vom Sprechtraining bis Warm-Up“.
Mit der Mitarbeit seiner Schützlinge ist der Regisseur mehr als zufrieden: „Die Jugendlichen sind mit großer Begeisterung bei der Sache, auch wenn die vielen Proben manchmal stressig sind.“
Als es dann schließlich „Vorhang auf“ für die Darsteller hieß, war das Lampenfieber groß. „Ich habe schon ganz schön Bauchschmerzen,“ gesteht die 19-jährige Tanja Weber. „Aber wenn ich auf der Bühne stehe, vergesse ich die Nervosität ganz schnell und bin einfach nur auf das Schauspielern konzentriert. Es macht einfach ganz viel Spaß.“
Dem kann der Hauptdarsteller, Lukas Lubczyk, ebenfalls 19 Jahre alt, nur zustimmen: „Es ist immer toll, auf der Bühne zu stehen. Aber auch, sich in die Figuren einzuarbeiten, ist eine Herausforderung. Man bringt immer etwas Eigenes mit in den Charakter und die Gefühle der Person hinein.“
Dass alle Darsteller von „Shakespeares Enkel“ schließlich eine überzeugende Leistung boten, bewies die Reaktion der Zuschauer. Sie folgten dem Stück gebannt und belohnten die Jungschauspieler am Ende des Krimis mit großem Applaus .
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