Der Bottroper Rapper „Dr. Bongi“ startet jetzt richtig durch

Der Rapper „Dr. Bongi“ performt seine Single „Fernweh“.
Der Rapper „Dr. Bongi“ performt seine Single „Fernweh“.
Foto: Winfried Labus/WAZ-FotoPool
Was wir bereits wissen
Mit dem Song „Fernweh“ animiert er seine Fans, Träume zu leben. Der Bäcker, der Vollzeit in der Backstube steht, ist selbst auf dem besten Weg dazu.

Bottrop.. Ein Traum ist seine Rapkarriere nicht gewesen. Dr. Bongi dachte gar nicht daran, auf den großen Bühnen der Welt zu stehen und von Fans umjubelt zu werden, die all seine Songs blind mitsingen. Er tut einfach das, was ihm Spaß macht, was ihn antreibt: Rappen.

„Schon als Kind habe ich angefangen, Gedichte zu schreiben. Später wurden Lyrics daraus“, erzählt der 28-jährige. Dr. Bongi ist ein bodenständiger Mensch. Nach der Schule begann er eine Ausbildung zum Bäcker, arbeitet jetzt Vollzeit in der Backstube und widmet sich, wann immer die Zeit es zulässt, seiner Musik.

Vertrag angeboten

„Es geht mir nicht um die große Karriere“, sagt der „rappende Bäcker“. Dennoch: seine Berufung würde er gerne zum Beruf machen. Und damit ist er auf dem besten Wege. Letzten Sommer hat ihn die bekannte DJane und Musikproduzentin Laura Neubauer bei Lacave Records unter Vertrag genommen. „Eigentlich wollte ich nur ein Feedback für meine Single „Fernweh“. Ihr hat das Stück so gut gefallen, dass sie mir einen Vertrag anbot“.

Single erschienen Im vergangenen Winter ist die Single erschienen, der Videodreh fand in München statt. „Fernweh ist eine gerappte To-Do-Liste des Lebens“, sagt der Rapper. „Ich animiere die Menschen dazu aktiv zu werden, ihre Träume zu erfüllen und nicht zu warten bis sie achtzig sind, um dann mit Reue zurückzublicken“, erklärt er. Im März soll die nächste Single („Worte“) folgen, dann das erste Album.

Clubtour in München

Und jetzt steht Dr. Bongi doch auf der Bühne und wird umjubelt. Im Dezember performte er auf einem Benefiz-Konzert für den krebskranken Thomas Spiegelhoff. „Vom 27. bis 29. März bin ich auf Clubtour in München“, erzählt der Rapper. Im Deutschmusik Song Contest hat er es unter die letzten 80 Teilnehmer geschafft und auch für die Wildcard im Eurovision Songcontest hat er sich beworben. Wer die bekommt kämpft im Grand Prix Vorentscheid für die Fahrkarte nach Wien. „Damit habe ich vor einem Jahr noch nicht gerechnet“, gibt er zu. „Ich bin einfach meiner Leidenschaft gefolgt“. Und vielleicht ist gerade das sein Geheimnis, wie sich Träume erfüllen lassen.