Debatte um den Ortskern

Der Bauprojekt-Doppelschlag am Ende der Fußgängerzone in der Ortsmitte hatte im vergangenen Jahr für eine breite Debatte gesorgt. Schon vor dem Overhagen-Projekt hatten die Abrissarbeiten auf dem Gelände der früheren Liesenklas-Villa auf der Ecke Hauptstraße/Antoniusstraße begonnen. Hier entsteht derzeit ebenfalls ein Wohn- und Geschäftshaus.

Ist die Bebauung in so zentraler Lage zu wuchtig? Nimmt sie zu viel Fläche des Festplatzes in Anspruch? Fehlen im Dorf künftig Parkplätze? Es war unter anderem Matthias Gellner, der diese Fragen aufwarf und um den sich bei Facebook die Gruppe „Kirchhellen bleibt Dorf“ zusammen fand. Inzwischen ist Gellner Vorstandsmitglied der AfD. Auch Einzelhändler Edeka hatte wie schon 2012 Ansprüche auf die Nutzung des Geländes angemeldet.

SPD und CDU hatten sich sowohl in der Bezirksvertretung als auch in den Ratsgremien früh hinter die Neubaupläne von Wohnbau Overhagen gestellt und das Projekt als angemessene Abrundung der Ortsmitte bezeichnet. So fand sich im Herbst 2014 auch in den politischen Gremien eine breite Mehrheit. Folgenlos ist die Debatte dennoch nicht geblieben. Die Bezirksvertretung hat bei der Verwaltung eine Auflistung in Auftrag gegeben, was das Baurecht wo in Kirchhellen noch zulässt. Dieser Plan, so die Verwaltung, soll bis Jahresende vorliegen.