Das Thema Innenstadt interessiert
18.08.2009 | 18:32 Uhr 2009-08-18T18:32:00+0200
Bottrop. Die Kolpingsfamilie Bottrop-Mitte bat die OB-Kandidaten zur Diskussion - Wirtschaftsfragen lösten wenig Reaktionen aus. Dagegen hatten die viele Besucher eine Meinung zur Innenstadt und zur Frage nach dem zukünftigen Markt-Standort. Hinzu kamen Forderungen an den Einzelhandel.
Als das Thema Innenstadt mit all seinen Facetten – angefangen beim Kaufland-Bau, über die Diskussion zum zukünftigen Standort des Marktes bis hin zum holperigen Pflaster – aufkam, wurde die Diskussion im Katholischen Stadthaus lebhaft. Dagegen schien das Interesse an den Stellungnahmen der sieben Oberbürgermeisterkandidaten, ergänzt durch FDP-Ratsfrau Ruth Becker, an Themen wie Wirtschaftsförderung oder auch die Zukunft der Steinkohle unter den rund 50 Zuhörern eher nachrangig zu sein.
Keine Nachfragen
Zwar lauschten sie geduldig, was sich Bernd Tischler (SPD), Marc Buchholz (CDU), Klaus Dobrindt (ÖDP), Michael Gerber (DKP), Andrea Swoboda (Grüne), Günter Blocks (Linke), Bodo Schulte (parteilos) und Ruth Becker an Wirtschaftsförderung vorstellen, Nachfragen zu diesem Themenkomplex blieben aber aus.
Skepsis in der Kaufland-Frage
Skepsis kam vor allem in der Kaufland-Frage auf. Gerade die Außenansicht des „Klotzes” wurde immer wieder kritisiert. Hier sprach sich Tischler dafür aus, die endgültige Fertigstellung abzuwarten. Aber auch Klaus Dobrindt und Ruth Becker unterstrichen, dass das Projekt von einer breiten Ratsmehrheit gewollt war. „Wir mussten im Bereich der Innenstadt etwas tun”, fasste Ruth Becker zusammen.
In die Innenstadt
Dass der neue Berliner Platz für den Wochenmarkt inzwischen zu klein ist, störte das Plenum nicht. Es plädierte für einen Markt in der Innenstadt. Der wirke belebend und locke Besucher an, so die Beobachtung vieler Zuhörer, die vielfach selbst im Innenstadtbereich leben. Dem schloss sich auch die Mehrheit des Podiums an. Einzig Andrea Swoboda warnte vor übereilten Entscheidungen. Ihr Vorschlag: „Wir sollten die Bürger mit eine Abstimmung an dieser Entscheidung beteiligen.”
Öffnungszeiten
Unter den Nägeln brannte den Gästen die Frage nach einheitlichen Öffnungszeiten in der City. Dafür gab es den Beifall aller Kandidaten aber auch eine Einschränkung: Die Entscheidung darüber liege beim Handel. Egal, wer neuer OB werde, man könne in dieser Frage nur moderieren.
Streitpunkt Kraneburger Feld
Zuvor hatten die Kandidaten ausführlich über die zukünftige Wirtschaftsförderung diskutiert. Streitpunkt dabei: Die Ausweisung des Kraneburger Felds an der B 224 zur Gewerbefläche. Dagegen sprachen sich vor allem Klaus Dobrindt und Andrea Swoboda aus. „Stattdessen sollten wir darauf dringen, Bergbauflächen zügig in den Kreislauf einzubringen”, so Dobrindt.
Bernd Tischler verwies darauf, dass solche Flächen nicht so schnell verfügbar seien. Deshalb sei das Gewerbegebiet Kraneburger Feld nötig.
Synergien nutzen
Marc Buchholz sprach sich für Synergien zwischen bestehendem und neu anzusiedelndem Gewerbe aus und verwies auf Bergkamen. „Dort gibt es ein Ikea-Lager, daneben hat sich ein Fertighaus-Anbieter mit seiner Ausstellung angesiedelt. Warum ist das nicht bei Ostermann denkbar?”
Zukunft des Bergbaus
Bodo Schulte setzt auf Sockelbergbau auf Prosper-Haniel. „Allerdings muss die RAG Rücksicht auf die Bevölkerung nehmen, gerade in Kirchhellen.” Ähnlich Günther Blocks Vorstellung. Er baut auf die Montanindustrie. „Prosper-Haniel könnte weitergeführt werden, und die deutsche Bergbautechnik könnte dort getestet werden.” Ideen, die heftigen Widerspruch seitens Klaus Dobrindt provozierten: „Wir müssen aufhören, den Bergleuten immer wieder falsche Hoffnungen zu machen.” Zumal diese weitreichende Entscheidung nicht vor Ort getroffen werde.
18:38
Tja, Herr Soppe, wenn ich mir die laufende Online-Auszählung anschaue sieht das ja sehr schlecht aus für Ihre Position.....
01:02
Ich versuch mich in letzter >Zeit per Zeitung und Inet auf dem neusten Stand über die Kommunalwahl zu halten. aber der Termin im Kolping Haus ging komplett an mir vorbei. Schade.
08:12
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21:15
#23
Um Ihre Neugierde zumindest teilweise zu befriedigen, ich bin nicht Herr Soppe, ich vertrete meine eigene Meinung.
Nachfolgend nehme ich mein Recht auf freie Meinungsäußerung wahr, die mir der Gesetzgeber zugesteht.
Amüsiert habe ich mich jedoch über Ihre Aussage die WAZ ist ein Medium zur sachlichen Darstellung. Sicherlich sollte sie das sein, vielen Lesern der WAZ ist aber bewußt, dass dem nicht so ist. Die Parteilichkeit ist zu offensichtlich, und dass hier die Gemüter hochkochen, ist nur zu verständlich, so, wie die Berichterstattung vor der Kommunalwahl abläuft.
Oft wird ein wenig zynisch festgestellt, dass die Bild immer als Erste mit dem Toten spricht.
Die WAZ kann da locker mithalten. Sie hat als Erste bereits im August mit den neuen Bottroper Oberbürgermeister, Bernd Tischler gesprochen.
21:07
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18:32
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17:08
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09:06
# 27
Auf diese Angaben werden Sie wohl vergeblich warten.
22:07
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21:54
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