Das Stenkhoffbad schafft die Sparvorgabe für 2014 nicht

Richtig voll war's im Stenkhoffbad bei der Schlagerparty im August.
Richtig voll war's im Stenkhoffbad bei der Schlagerparty im August.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Der Zuschussbedarf für das Freibad für 2014 dürfte wegen des verregneten Sommers bei knapp über 100 000 Euro liegen. Das ist aber zu viel.

Bottrop.. Das Stenkhoffbad, das durch den Bürgerentscheid wohl auch überregional bekannteste Bad der Stadt, hat die Einsparvorgabe für 2014 vor allem wegen des nassen Sommers nicht einhalten können und wird das Jahr mit einem Zuschussbedarf von rund 102 400 Euro abschließen. Der Bottroper Sport- und Bäderbetrieb zieht dennoch eine positive Bilanz: „Die im Jahr 2013 ergriffenen Maßnahmen zur Verbesserung der Wirtschaftlichkeit des Bades wurden erfolgreich umgesetzt.“

Als der Rat der Stadt 2012 beschloss, keine Personal- und Betriebskosten für das Bad mehr zur Verfügung zu stellen, waren Politik und Verwaltung noch von einem jährlichen Zuschussbedarf in einer Größenordnung von 190 000 Euro ausgegangen. Parallel zu den Unterschriftensammlungen der Bürgerinitiative hatte der Betriebsausschuss Sport- und Bäderbetrieb schon im Oktober 2012 einer Arbeitsgruppe den Auftrag erteilt, ein Konzept zum wirtschaftlichen Betrieb des Bades zu erarbeiten.

Reparatur- und Reinigungsarbeiten leisten

Das Maßnahmenpaket, das dabei herauskam, umfasste höhere Eintrittspreise, eine Deckelung der Instandhaltungskosten und eine Reduzierung der Personalkosten: Mitglieder des Fördervereins sollten einspringen, die Öffnungszeiten sollten flexibel der Wetterlage angepasst werden, der Förderverein sollte Reparatur- und Reinigungsarbeiten leisten.

Das hat im Jahr 2013 mit dem langen Hochsommer auch gut funktioniert. Die Einnahmen aus den Eintritten, aus den Mieten sowie aus der sommerlichen Beachparty mit den Schlagergrößen der Region lagen deutlich über den geplanten Ansätzen, so dass der Stadt-Zuschuss nur noch bei etwas mehr als 29 000 Euro lag. Zur Erinnerung: Geschätzt worden war der Zuschuss noch auf 190 000 Euro.

Das könnte knapp werden

Für 2014 war die Einsparvorgabe verschärft worden: Nach dem Haushaltssanierungsplan hatte der Sport- und Bäderbetrieb die Vorgabe, den Zuschussbedarf auf 90 000 Euro im Jahr zu reduzieren. Das könnte knapp werden, hatte der Sport- und Bäderbetrieb die Politik schon im November 2013 vorgewarnt und den Zuschussbedarf auf rund 100 000 Euro geschätzt. Und in dieser Größenordnung wird er wohl auch liegen: Noch sind nicht alle Abrechnungen auf dem Tisch, aber im vorläufigen Erfolgsplan 2014 wird der Zuschussbedarf im schlechtesten Fall auf 102 400 Euro ansteigen. Wegen des schlechten Wetters haben sich die Eintritts-Einnahmen mehr als halbiert, auch die Pachteinnahmen sind zurück gegangen, weil sie an die Besucherzahl gekoppelt sind. Immerhin: Die Einnahmen aus der Beachparty konnten noch einmal gesteigert werden. Die Schlagersause war mit 5000 Besuchern ausverkauft.