Elfie Liedtke aus Gladbeck kocht eine gesunde Frühlingssuppe

Das isst der Pott Gladbeck - Folge 10

In dieser Folge unserer Serie "Das isst der Pott" haben wir unsere Leserin Elfie Liedtke besucht.
Mo, 29.06.2015, 14.55 Uhr

In dieser Folge unserer Serie "Das isst der Pott" haben wir unsere Leserin Elfie Liedtke besucht.

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Was wir bereits wissen
Alles, was der Garten zu bieten hat, kommt in die leckere Frühlingssuppe von Elfie Liedtke. Die Rentforterin kocht leidenschaftlich gern.

Gladbeck.. Elfie Liedtke hat in ihrem kleinen Küchenparadies schon so manch vorzügliches Menü gezaubert. Die 75-jährige Ur-Rentforterin kocht aber ebenso gern bodenständig und nach alter Hausfrauensitte. So auch beim WAZ-Besuch: Die gelernte Köchin versammelte in ihrem Eintopf so ziemlich alles, was der Garten zu bieten hat, und kredenzte eine schmackhafte „Frühlingssuppe“ – nach Mutters Rezept, wie sie betonte.

WAZ-Serie Einmal quer durch den Garten – „meine Mutter hat immer nur Frisches in diese Suppe getan, und daran halte ich mich noch heute“, sagt Elfie Liedtke, die an der Josefstraße zu Hause ist. Was nicht aus dem Garten kommt, holt sie frisch vom Markt. Das Fleisch für die Brühe – „das kaufen wir immer bei einem Ökometzger“.

Apropos Brühe: Für die, die es gern einfach haben – die Brühe (vielleicht für mehrere Portionen) vorkochen, eventuell auch konzentriert, um sie – und das dazu gehörige Suppenfleisch – eingefroren immer griffbereit zu haben. „Dann ist die Frühlingssuppe in weniger als einer Stunde auf dem Tisch“, erklärt die Rentforterin, die sich als wahre Meisterin im Schälen und Schnibbeln des Gemüses erweist. Kartoffeln, Möhren, Kohlrabi, Bohnen, Blumenkohl, Porree – alles ist in wenigen Minuten geschält, geputzt, klein geschnitten.

„Früher kamen bei uns zu Hause auch dicke Bohnen rein, aber die mag ja nicht jeder.“ Deshalb lässt Elfie Liedtke sie weg. Aber nicht die Wiener Würstchen: „Die gehören für mich dazu, sie ergänzten einst die Suppe, als die Kinder klein waren und die Würstchen dem Fleisch vorzogen.“ Alternativ können auch etwas Baguette oder ein Brötchen gereicht werden.

Das isst der Pott Und als der dampfende Suppenteller vor Köchin und Gast steht, werden die Sinne gleich mehrfach verwöhnt: Der Suppenteller sieht nicht nur prächtig mit seinem vielen Gemüse darin aus, es duftet auch so vorzüglich, dass einem das Wasser im Mund zusammenläuft. Und als der erste Löffel den Mund erreicht – eine Wonne, es schmeckt kräftig und würzig, einfach lecker, zumindest für Eintopfliebhaber.

Für Eilige hat die Köchin einen Tipp: Die Brühe, die sie mit Suppenfleisch vom Rind und Schweinebauch kocht, kann man alternativ auch mit einer gekörnten Rinderbrühe aus dem Glas herstellen. „Aber das ist nicht das Gleiche und nicht so gut“, so Liedtke, „von der Brühe hängt entschieden der Geschmack der Frühlingssuppe ab.“ Tipp für Vegetarier: Auf gekörnte Gemüsebrühe zurückgreifen.

Und so geht’s: Frühlingssuppe nach Mutters Art

Die Zutaten: Für die Brühe: Je ein Pfund Suppenfleisch vom Rind und Schweinebauch; ein Bund Suppengrün, Maggikraut (Liebstöckl), Salz und Pfeffer.
Für die Suppe: Je ein Pfund Kartoffeln und Möhren, eine Kohlrabi, je 200 gr grüne Bohnen und Erbsen, ½ Blumenkohl, ½ Porreestange, Maggikraut, Salz u. Pfeffer, Petersilie, Wiener Würstchen

Für die Brühe 3 l Wasser aufkochen, Fleisch, Suppengrün und Gewürze (Salz, Pfeffer, Maggikraut) hineingeben, 1½ Std. schwach kochen lassen. Danach das magere Fleisch lösen und würfeln, die Brühe durchsieben.

Das Gemüse waschen, schälen und putzen, danach klein schneiden. Kartoffeln, Möhren, Bohnen, Kohlrabi und Porree in die Brühe geben und kochen lassen. Nach 5 Minuten Blumenkohl, Erbsen und Maggikraut dazu geben und weitere 15 Minuten auf mittlerer Stufe kochen lassen. Zuletzt das Maggikraut entfernen, die Suppe mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Würstchen und das (vorab gar gekochte) Suppenfleisch hinzugeben, die Petersilie waschen, klein hacken und zur Suppe geben. Fertig!