Daniel Molitors Burger machen glücklich - und sind gesund

Das isst der Pott Bottrop - Folge 2

In der zweiten Folge unserer Serie "Das isst der Pott" haben wir unseren Leser Daniel Molitor besucht.
Di, 05.05.2015, 15.19 Uhr

In der zweiten Folge unserer Serie "Das isst der Pott" haben wir unseren Leser Daniel Molitor besucht.

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Was wir bereits wissen
Der Bottroper ist Bergmann und leidenschaftlicher Hobby-Koch. Mit seiner Facebookseite will er junge Leute an den Herd bringen - weg vom Fast Food.

Bottrop.. „Mehr Pott geht nicht“, sagt Daniel Molitor über sich selbst: Der Mann ist bekennender Bottroper und Bergmann auf Prosper-Haniel, Elektriker unter Tage. Außerdem ist er leidenschaftlicher Hobbykoch und Betreiber der Facebookseite „Health Nut“, deren Ziel er so beschreibt: „Ich habe es mir zur Aufgabe gemacht, die Leute zum Kochen zu animieren und sie weg von Fast Food und Co. zu bringen.“

Molitors Regeln sind einfach: Weniger Kohlenhydrate, mehr Eiweiß. Wenn Kohlenhydrate, dann nur komplexe. Zucker ist tabu. Keine Fertigprodukte, keine Geschmacksverstärker. Doch keine Regel ohne Ausnahme: Einmal die Woche, am „Cheat Day“, darf gesündigt werden.

Der „Health Nut Burger“ ist keineswegs eine Sünde, wenn auch eine Sünde wert. Der Clou: Das Hack wird nicht zwischen Brötchenhälften gepackt, sondern zwischen zwei Ananas-Scheiben.

Wie kommt er auf solch eine Idee? „Ich gar nicht. Ein Kumpel hat mir ein Bild geschickt." Die Ananas sollte möglichst wenig gezuckert sein, die aus der Dose neigen zum Schlappmachen.

Das isst der Pott Der zweite Clou heißt „Ćwikla“. So nennen die Polen eine Paste aus Meerrettich und Roter Bete, die sehr gut zu Fleisch geht, vor allem Ostern. Könnte man auch selbst machen, will Molitor in diesem speziellen Fall aber nicht empfehlen: Frisch geriebener Meerrettich beißt kräftig, und das Schälen und Schneiden von Roter Bete ist ohne Handschuhe so gar kein Vergnügen.

Ansonsten würzt Molitor seinen Burger sparsam: Salz, Pfeffer, Knoblauch, Rucola, etwas Cheddar („einfach, weil es zusätzlich Geschmack gibt“). Ansonsten gilt: Scharf anbraten, aber Pfanne nicht zu heiß werden lassen: „Wenn der Knoblauch zu heiß wird, wird er braun und bitter.“ Deshalb schon vor dem Wenden Hitze herunterschalten und den Cheddarkäse auf die frisch gewendete Fleischseite legen: Sie ist noch heiß genug, um den Käse schön verlaufen zu lassen.

WAZ-Serie „Ananas drüber und fertig“

Eine letzte Probe mit der Gabel, ob noch Fleischsaft austritt, dann wird angerichtet. Auf die Ananas-Scheibe kommt das Patty ohne Cheddar, die Rote-Bete-Paste, die Tonatenscheibe, dazwischen ein wenig Rucola, das Patty mit Cheddar, „Ananas drüber und fertig. Voila, sehr lecker.“ In der Tat: Der Burger kommt im Handling, sagen wir, ein wenig sperrig rüber, aber der Geschmack ist eine Klasse für sich. Dem Koch gebührt das Schlusswort: „Gutes Fleisch muss man herausschmecken können.“

Der Health Nut Burger: Und so geht's

Die Zutaten:

  • 600 g Bio-Rinderhack
  • 250 g Tomaten
  • 500 g Ananas in Scheiben
  • 250 g Rucola-Salat
  • Knoblauch,
  • Paste aus Meerrettich und Roter Bete,
  • 200 g Cheddar-Käse

Knoblauch schnippeln (oder pressen, ist für Molitor in Ordnung) und mit dem Öl verrühren. Tomaten in Scheiben schneiden. Hack mit Küchenwaage (75 Gramm pro Scheibe) und Serviettenring in acht Patties portionieren. Patties mit dem Knoblauchöl auf einer Seite bestreichen. Pfanne heiß werden lassen, das Öl kommt mit den Patties in die Pfanne.

Die Patties mit der eingeölten Seite nach unten in die heiße Pfanne setzen. Vier Minuten anbraten, derweil die obere Seite mit Knoblauchöl bestreichen, salzen. Vor dem Wenden Hitze reduzieren. Umdrehen, die Hälfte der Patties mit Cheddar belegen. Dann Türmchen bauen: Ananas, Pattie ohne Cheddar, Gewürzpaste, Tomate, Rucola, Pattie mit Cheddar, Ananas.