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Damit der Tisch nicht leer wird

19.10.2007 | 19:27 Uhr

Anwohner der Hünefeldstraße spenden 500 Euro. Verein "Partner für Jung und Alt" zieht zum fünfjährigen Bestehen Bilanz der Lebensmittelausgabe. Zahl der Abholer steigt. 30 Helfer fassen mit an

Für die Nachbarn an der Gladbecker Straße ist die lange Menschenschlange, die zweimal wöchentlich vor der Tür des Bottroper Tischs auf Lebensmittel wartet, ein vertrauter Anblick. Seit der Verein vor fünf Jahren begonnen hat, gespendete Nahrungsmittel auszugeben, ist die Zahl der Abnehmer stetig gewachsen. "Mehr als 200 Nutzer holen wöchentlich für sich und ihre Familien Lebensmittel bei uns ab", berichtet Vorsitzender Friedhelm von Oepen. Damit versorgt der Tisch rund 800 Personen, darunter zahlreiche Hartz-IV und Sozialhilfe-Empfänger. "Die Zahlen steigen stetig nach oben." Der Verein gibt nun an dreien statt wie bisher zwei Tagen Lebensmittel aus: Montags, mittwochs und freitags jeweils von 13 bis 14 Uhr.

Die Ausgabe am Donnerstag entfällt. Diesen Bedarf könnte der Verein nicht decken, wenn nicht auch die Zahl der Mitarbeiter auf 30 Männer und Frauen gestiegen wäre. 16 von ihnen sind Hartz-IV-Empfänger, die übrigen 14 arbeiten als Mitglieder ehrenamtlich mit. Für den Transport der Waren kann der Verein zwei geleaste Kleintransporter einsetzen, zudem benutzen viele Fahrer auch eigene Pkw.

Der Bottroper Tisch wird getragen vom Verein "Partner für Jung und Alt", der sich ursprünglich als Interessenvertretung der Senioren verstand. "Aber heute haben wir auch viele jüngere Mitglieder", erklärt von Oepen. Die Zielgruppe beschränke sich ebensowenig auf ältere Hilsbedürftige, daher hat der Verein den Begriff "Senioren" aus seinem Namen gestrichen. Zum fünfjährigen Bestehen dankt der Verein noch einmal allen Spendern: "Wir wünschen uns, dass sie weiterhin unseren Tisch bestücken und uns helfen, die Kosten für unsere Ausgabestelle zu bezahlen", sagt der Vorsitzende.

Einen Beitrag dazu leistete nun der Sprecherkreis der Hünefeldstraße / Sackgasse, der den Tisch-Mitarbeitern den Reinerlös eines Straßenfestes vom August übergab. Die gespendeten 500 Euro kann der Verein gut gebrauchen. Er rechnet damit, dass mit einem neuen Mietvertrag auch höhere Kosten auf ihn zukommen.

Der "Bottroper Tisch" ist unter neuen Telefonnummern zu erreichen: Tel: 3767-112 oder -113. E-Mail: bottropertisch@gelsennet.de

Von Marie-Luise Schmand

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