Chorage hilft „Courage“

Chorage begeisterte mit seinem Programm die Zuhörer, die bei der geforderten Zugabe selbst einstimmen durften.
Chorage begeisterte mit seinem Programm die Zuhörer, die bei der geforderten Zugabe selbst einstimmen durften.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Konzert des heimischen Pop-Chores im ausverkauften Kammermusiksaal zugunsten des Frauenzentrums. Zum Zugaben-Finale sangen alle mit.

Bottrop..  Ohrwürmer, Charts-Stürmer, Hits – man kann sich den jeweiligen Begriff aussuchen. Tatsache ist aber: Das Chorage-Ensemble baute sich aus diesen vielen verlässlichen Repertoire-Steinen eine fabelhafte und publikumssichere Programmarchitektur im ausverkauften Kammermusiksaal.

Bei „Celebration“, wie die rund 40-köpfige Bottroper Gruppe ihr Jubiläumskonzert für das zehnjährige Bestehen nannte, reihte sich ein Erfolgsstück an das andere. Chorleiter Manuel Hermsen, bestens unterstützt von Pianist Tobias Kubiczek, hatte das richtige Konzept gewählt. Chorage machte sich somit selbst das schönste Geschenk an diesem Abend.

Apropos, Geschenk: Der Erlös des Konzertes ging an das Frauenzentrum „Courage“. Da kam eine schöne Summe zusammen. Hilfe für Frauen, die in eine Notlage geraten sind. Da würde man gern die seit 30 Jahren existierende soziale Einrichtung fördern…

Noch eine Besonderheit gab die Vorsitzende Magda Borchert bekannt: Im Auditorium saß eine Besucherin, die just am 8. Mai, also am Kriegsende 1945, geboren wurde. Und wie heißt die Dame, die 70 Jahre alt wurde: „Bringfriede“. Ihr wurde ein herzliches Ständchen gebracht.

Überraschende Kontraste

Was das Konzert mit Evergreens von Bon Jovi und Miriam Makeba, Marius Müller-Westernhagen und John Lennon, Freddy Mercury, Kimberly Rew oder Shakira u.a. auszeichnete, war der effektive Wechsel bei den Darbietungen. Mal sang nur die sechsköpfige Herren-Crew, mal gesellte sich Tobias Kubiczek als Sänger zur Solistin Melanie Borchert, mal übernahm ein Damen-Trio das Kommando, dann wieder ließ man Regen und Donner akustisch mitspielen, auch die Kunst des a-cappella-Einsatzes wurde in einigen Nummern demonstriert – diese Kontraste überraschten immer wieder. Und Manuel Hermsen gab sich jeweils als souveräner, jederzeit eingreifender und steuernder Chor-Experte, der die bestens ausgesuchten Arrangements sicher bewältigte. Chorage, dem man noch viele weitere Jubiläen wünscht, gab sich variabel, flexibel und stimmtechnisch fast fehlerlos.

Zum Zugaben-Finale ließ Chorage noch alle Gäste mitsingen. Die Begeisterung war riesengroß! Die Fangemeinde dieses Chores dürfte nach diesem Konzert noch weiter ansteigen.