Chinesen suchen deutsche Partner

Den besten Beleg für den gelungenen ersten Schüleraustausch sieht Maria Stolte-Enck in der Tatsache, dass in dieser Woche bereits neun der am Austausch beteiligten Schüler für den Gegenbesuch im Oktober angemeldet wurden. „Ich hatte da eine gewisse Ernüchterung befürchtet.“ Schließlich sei es nicht so ganz einfach, sich 24 Stunden am Tag um einen Gast kümmern zu müssen und nur auf Englisch kommunizieren zu können.

Der Anstoß für die Partnerschaft ging übrigens von China aus. Im April 2013 erhielt die Schulleiterin eine Email von der China Education Commission in Peking, die Kontakte zwischen chinesischen Schulen und Universitäten und ihren ausländischen Pendants vermittelt. Maria Stolte-Enck bekundete Interesse und dachte, sie werde nie mehr was davon hören.

Aber eine Antwort kam schon nach kurzer Zeit und schließlich der Kontakt zur Schule Dacheng in Peking. Persönliche Kontakte zu der Schule sammelten die Schulleiterin und zwei Kolleginnen bei einem dreiwöchigen Besuch im vergangenen Herbst. Nach einer einwöchigen Rundreise, waren sie zu Gast in Peking. Wie das Schulleben dort aussieht, werden die Bottroper Schüler dann im Oktober erleben können, wenn sie zum einwöchigen Gegenbesuch aufbrechen. Sie freuen sich schon.