CDU: Erst zweites Rathaus bauen

Der Saalbau.
Der Saalbau.
Foto: Funke Foto Services
Union in Stadtmitte schlägt Neubau als Ausweichquartier für Sanierung des Verwaltungssitzes vor. CDU fordert von OB Bekenntnis zu Saalbau-Aus

Bottrop..  Bevor die Stadt die Sanierung ihres historischen Rathauses beginnt, sollte sie nach Ansicht des CDU-Ortsverbandes Stadtmitte auf dem Saalbau-Gelände erst ein zweites Rathaus bauen. Das neue Rathaus-Gebäude könne die erforderlichen Ausweichflächen für Rat, Ausschüsse und Verwaltung während der Bauphase bieten. Nach der energetischen Renovierung des alten Rathauses könnten dann andere Ämter, die zurzeit über das gesamte Stadtgebiet verteilt sind, dort zentralisiert werden. Dies sei effizienter, als weiterhin viel Geld für Mieten und Unterhaltungskosten auszugeben.

Bislang war davon auszugehen, dass am 31. Dezember 2016 die Türen des Saalbaus geschlossen werden. „Die Nachricht, dass der Saalbau über den Ratsbeschluss hinweg bestehen bleiben soll, hat uns überrascht“, sagt dann auch Karl Reckmann, Vorsitzender des CDU-Ortsverbandes Stadtmitte. Erst kürzlich habe der Rat die Verwaltung damit beauftragt, einen Wettbewerb ins Leben zu rufen, um eine künftige Nutzung des Saalbau-Geländes vorzubereiten. Auch hatte die Stadt bereits im Vorjahr Bürger und Vereine zu einem Werkstattgespräch über die Saalbau-Zukunft eingeladen.

Nicht rentabel

„Wir fordern daher von der Stadtverwaltung ein klares Bekenntnis zur Schließung des Saalbaus Ende 2016“, sagt Jan-Phillip Sczepan, Sprecher des CDU-Ortsverbands Stadtmitte. Die Stadt könne es sich nicht erlauben, jedes Jahr mehr als 600 000 Euro für die Nutzung des unwirtschaftlichen Saalbaus auszugeben. Schließlich hätten auch Verwaltungsvertreter Anfang des Jahres während des Bürgerforums der CDU klar gemacht, dass Bewirtschaftung und Unterhaltung des Saalbaus nicht rentabel seien.

Mit den Plänen, den Saalbau als Ausweichquartier für die Rathaussanierung zu nutzen, konterkariere Oberbürgermeister Bernd Tischler das Ziel des Investorenwettbewerbs. „Die Ideen zur Entwicklung der Fläche müssen jetzt manifestiert werden, um einen Handlungsspielraum aufzuzeigen“, sagt Karl Reckmann.

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